2016-09-22T13:29:00+0000
# Signalisation: Breite Aufstellung der Betriebe alternativlos! Während des Schadentalks auf der Automechanika in Frankfurt hatten Stefan Artz vom Service Partner Netzwerk und Andreas Brodhage von Global Automotive Service erklärt, dass sie Werkstätten mit deutlicher HUK-Signalisation nicht mehr ansteuern werden. Im Eilschreiben an die Mitglieder des Bundesverbandes der Partnerwerkstätten betont Geschäftsführer Robert Paintinger: "Seit dem Bekanntwerden der neuen Forderungen der HUK COBURG für eine spezielle Signalisation ist der BVdP dagegen vorgegangen, weil wir genau diese Entwicklung befürchtet haben." Weiterhin unterstreicht er mit Nachdruck: "Aus unserer Sicht ist die breite Aufstellung der Betriebe alternativlos. Es ist und bleibt sinnvoll, für mehrere Steuerer, Autohäuser und Privatkunden zu arbeiten, um Abhängigkeiten zu vermeiden." ## **Das fordert der Bundesverband der Partnerwerkstätten konkret** Die Entscheidung, ob Betriebe das Branding eines Steuerers in ihrem Betrieb und auf ihrem Betriebshof umsetzen, dürfe daher laut BVdP allein von der Werkstatt selbst getroffen werden. In seinem Schreiben betont Robert Paintinger: "Hierbei muss es ein freiwilliges Handeln des Inhabers geben - keinen Druck und keine Drohung eines Steuerers. Wir akzeptieren weder, dass Betriebe zu einer Signalisation gezwungen werden, noch, dass Unternehmer bestraft werden, wenn sie sich für diese Signalisation entschieden haben."
Der Bundesverband sieht die Partnerwerkstätten als Rückgrat der Schadensteuerung. Es sei gefährlich und falsch, sie als Spielball untereinander konkurrierender Schadensteuerer zu benutzen. Jeder Partnerbetrieb muss weiterhin die Chance haben, frei zu entscheiden, mit welchen verschiedenen Schadensteuerern er zusammenarbeitet. ## Mehr Vernunft und Weitsicht Der BVdP fordert von jenen Steuerer, die eine verstärkte Signalisation von den Partnerbetrieben verlangen, dies nochmals zu überdenken. Gleichzeitig mahnt der Verband aber auch die Steuerer, die es kategorisch ablehnen, in besonders gebrandete Betriebe zu steuern. Dies sei eine massive Drohung, von der die Steuerer abrücken sollten. Abschließend erklärt der Geschäftsführer: "Wir fordern hier mehr Vernunft und Weitsicht. Ohne starke Partnerbetriebe kann selbst der größte und beste Steuerer nicht arbeiten!" Unterdes habe der BVdP bereits in den nächsten Tagen Gespräche mit diversen Schadensteuerern terminiert. Man wolle dort auf die Lösung verschiedener Problempunkte drängen.
Lisa Möckel