2026-02-18T10:32:46+0000

„Kabinenstunden reduzieren“: Optima im Praxischeck bei Karosseriebau Strohl

Steigende Energiepreise, hohe Auslastung und begrenzte Kapazitäten in der Lackierkabine stellen viele Karosserie- und Lackierbetriebe vor ähnliche Herausforderungen. Effiziente Lacksysteme rücken daher immer mehr in den Fokus. Auch bei der Karosseriebau Strohl GmbH spielte genau dieser Aspekt eine zentrale Rolle bei der Entscheidung für das neue Wasserbasislacksystem von Lackhersteller AkzoNobel. Seit Juni 2025 arbeitet der Familienbetrieb im hessischen Bruchköbel mit Optima der Lackmarke Sikkens. Mit der Installation der Mischbank begann eine schrittweise Umstellung, die klar auf Zeitgewinne in der Kabine abzielt. „Lackierkabinenstunden sind teuer. Mein Ziel war es, die Kabinen- und Spritzzeiten spürbar zu reduzieren“, erklärt Betriebsinhaber Michael Strohl im Interview mit schaden.news. ## Parallelbetrieb bis zur vollständigen Umstellung Der Umstieg erfolgt schrittweise. Gut ein Drittel der Aufträge wird bereits mit dem neuen Wasserbasislack appliziert, parallel dazu ist zudem das Vorgängermaterial von Autowave 2.0 im Einsatz. „Noch sind für Optima nicht alle Farbtöne verfügbar, aber unser Ziel ist es, im Laufe des Jahres komplett auf das neue Lacksystem umzustellen“, betont der Unternehmer. Mit der vollständigen Umstellung soll auch die automatische Mischmaschine ColorMatchic umgerüstet und neu bestückt werden. Die Einführung und Umstellung während des laufenden Betriebes lief laut dem Inhaber reibungslos: „Die Kollegen haben sich schnell auf das Nass-in-Nass-Verfahren eingestellt, das war kein Problem“, so Strohl. ## Mehr Durchsatz in der Lackierkabine Ein wesentlicher Grund für die Entscheidung zugunsten von Optima war gerade die Nass-in-Nass-Applikation. Diese ermöglicht es, einen kompletten Spritzgang einzusparen und damit unmittelbar Kabinen- und Applikationszeiten zu reduzieren. „Das war natürlich ein großer Anreiz für uns“, erklärt der Betriebsinhaber. In der Praxis machen sich die Effekte deutlich bemerkbar. Der Betrieb verzeichnet sowohl Material- als auch Zeiteinsparungen, gleichzeitig profitiert die Oberflächenqualität. „Die Oberfläche steht besser, und auch die Farbtöne passen sehr gut. Wir hatten bislang keine Probleme“, berichtet Michael Strohl gegenüber schaden.news. Besonders bei Dreischicht-Farbtönen zeigt sich der Vorteil des Systems, da sich hier der Zeitgewinn besonders deutlich auswirkt. Derzeit werden im Pkw-Bereich täglich vier bis fünf Lackierdurchgänge in der Kabine realisiert. Mit einer vollständigen Umstellung auf Optima erwartet Strohl eine spürbare Steigerung. „Ich bin überzeugt, dass wir den Durchlauf um bis zu zwei Durchgänge erhöhen können“, so der Betriebsinhaber. Perspektivisch könnte dadurch auch der aktuell rund zweiwöchige Vorlauf für Reparaturaufträge weiter reduziert werden. ## Einsatz auch im Caravan-Bereich geplant Neben dem Pkw-Geschäft ist die Karosseriebau Strohl GmbH seit Jahren stark in der Caravan-Instandsetzung positioniert. Kunden nehmen dafür Anfahrtswege von bis zu 100 Kilometern in Kauf. Auch hier sieht Michael Strohl Potenzial für das neue System. „Gerade bei großen Flächen führt die Nass-in-Nass-Applikation zu einer deutlichen Zeiteinsparung“, sagt der Unternehmer. Entsprechend ist geplant, Optima künftig auch bei Caravan-Lackierungen einzusetzen. ## Fazit aus der Praxis Nach den ersten Monaten im Einsatz zieht der Betrieb ein positives Zwischenfazit. Das Optima-Basislacksystem überzeugt durch Effizienzgewinne, stabile Farbtongenauigkeit und eine verbesserte Oberflächenqualität. Mit Blick auf die vollständige Umstellung verbindet Michael Strohl klare Erwartungen an höheren Durchsatz und kürzere Kabinenzeiten – Aspekte, die für viele Karosserie- und Lackierbetriebe zunehmend an Bedeutung gewinnen.