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2026-07-15T09:55:50+0000

E-Auto-Prämie sorgt für Aufwind bei privaten Zulassungen

Der deutsche Neuwagenmarkt trotzt der Konjunkturflaute – vor allem im Hinblick auf Fahrzeuge für Privatpersonen. Wie aktuelle Zahlen des Marktforschungsinstituts Dataforce für den Mai 2026 zeigen, legte der Privatmarkt das vierte Mal in Folge kräftig zu und verzeichnete ein Plus von 8,4 Prozent. ## E-Auto-Prämie als Treiber Der Haupttreiber des privaten Booms ist die neue Elektro-Prämie, die im Mai erstmals offiziell beantragt werden konnte. Befeuert von den parallel stark gestiegenen Spritpreisen sowie neuen, erschwinglichen Stromern kletterte der Marktanteil reiner E-Autos im Privatmarkt auf den diesjährigen Jahreshöchstwert von 36,4 Prozent. Konkret rollten knapp 16.000 Elektrofahrzeuge mehr auf die Straßen als im Mai des Vorjahres. Klassische Verbrenner hatten dagegen das Nachsehen: Die Neuzulassungen von Benzinern und Dieseln brachen im Privatsegment um rund 11.000 Einheiten ein. ## Gewerbliche Fuhrparks bremsen die Elektromobilität In den gewerblichen Flotten zeigt sich ein ähnlicher Trend bei den Antrieben, allerdings mit negativem Ausgang für die Gesamtbilanz. Auch hier verloren Verbrenner fast 8.000 Einheiten. Da jedoch nur 3.400 neue Stromer hinzukamen, konnte das Minus nicht ausgeglichen werden. Auffällig war zudem die Entwicklung im Fahrzeughandel: Hier gab es einen massiven Schub bei Plug-in-Hybriden (PHEV). Brancheninsider sehen darin ein klares Signal, dass vor allem chinesische Hersteller wie BYD verstärkt Teilzeitstromer auf die eigenen Händler zulassen, um ihre Zulassungszahlen zu stützen. ## Flotten- und Fahrzeughandel schwächeln deutlich Während Privatleute die Autohäuser stürmten, hielten sich gewerbliche Abnehmer spürbar zurück. Der für die Branche so wichtige Relevante Flottenmarkt musste im Mai ein Minus von 5,5 Prozent wegstecken. Noch härter traf es den Fahrzeugbau mit einem Rückgang von 7,7 Prozent, und auch der Fahrzeughandel verbuchte ein Minus von 3,8 Prozent. Einzig die Autovermieter stemmten sich neben den Privatkunden gegen den Abwärtstrend: Sie stockten ihre Bestände leicht auf und legten um 0,9 Prozent zu.
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