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2026-05-27T09:18:21+0000

GDV-Analyse: Kein Einspareffekt bei Reparaturkosten durch Fahrerassistenzsysteme

Ob Parksensor, Spurhalte- oder Notbremsassistent: Faherassistenzsysteme sollen die Verkehrssicherheit erhöhen und Unfälle vermeiden. Zu niedrigeren Reparaturkosten werden sie jedoch perspektivisch nicht führen. Das ist das zentrale Ergebnis einer Trendanalyse, die der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) vergangene Woche (19. Mai 2026) veröffentlicht hat. Demnach würden Fahrzeuge durch zusätzliche Technik komplexer und damit kostenintensiver in der Instandsetzung. Zudem nennt der GDV die steigenenden Preise für Ersatzteile sowie Werkstattleistungen als Gründe für den Effekt. Zudem trage die Inflation zur Kostensteigerung bei. ## Prognose: Bis 2024 rund 75 Prozent höherer Schadenaufwand durch Inflation Ließe man die Inflation als Faktor beiseite, würden die Schadenleistungen um 6 bis 12 Prozent zurückgehen. Bei einem angenommenen Inflationsziel von jährlich 2,0 Prozent würde der Schadenaufwand bis 2040 um bis zu 32 Prozent wachsen. Geht man von Kostensteigerungen von jährlich 3,7 Prozent aus, liege der Schadenaufwand sogar bis zu 75 Prozent höher. Zudem würden die Reparaturkosten allein durch die komplexere Technik auch unabhängig von der Inflation in den kommenden Jahren um weitere 4 bis 5 Prozent steigern, prognostiziert der GDV. ## E-Fahrzeuge beeinflussen ebenfalls Reparaturkosten Auch die Elektromobiliät hat der Trend-Analyse zufolge Einfluss auf das Schadenbild und die Reparaturkosten. Ausgehend von der GDV-Prognose werden bis zum Jahr 2040 rund 60 Prozent aller haftpflichtversicherten Pkw E-Fahrzeuge sein. [Bei diesen liegen die Kosten für die Reparaturen laut Verband rund zehn Prozent höher als für Verbrenner. ](https://schaden.news/de/article/link/44657/gdv-studie-schadenhoehe-e-autos-2025)Selbst bei größerer Routine und steigenden Stückzahlen sei auch zukünftig mit immerhin fünf Prozent höheren Kosten zu rechnen, so die Versicherer. Die Trendanalyse veröffentlicht der GDV bereits zum dritten Mal. Datengrundlage bilden laut dem Verband unter anderem Studien von Unfallforschern und Verkehrsexperten, Schadendaten des GDV sowie Einschätzungen eines interdisziplinären Expertenkreises aus den Bereichen Ingenieurwesen, Unfallforschung und Versicherung. [Die gesamte GDV Trendanalyse können Sie sich hier herunterladen. ](https://schaden.news/download/link/pEZe )