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2026-04-01T06:15:32+0000

Kooperation: Aribos und Fiasco setzen auf digitale Synergien

Die Komplexität im Karosserie- und Lackiermarkt steigt stetig an und verlangt von Betriebsinhabern nicht nur handwerkliches Können, sondern zunehmend strategische Weitsicht. In diesem spannungsgeladenen Umfeld setzen die junge, expandierende Werkstattgruppe Aribos und die Softwareschmiede Fiasco ein deutliches Zeichen. Ihre Kooperation ist mehr als eine bloße technische Schnittstelle; sie ist die Antwort auf den wachsenden Konsolidierungsdruck im Markt. Das zeigt das Videointerview, das schaden.news am Rande der Würzburger Karosserie- und Schadenstage im März aufgezeichnet hat. Für Aribos-CEO Tobias Brefeld und Fiasco-Geschäftsführer Önder Aslan war der Zeitpunkt für diesen Schulterschluss bewusst gewählt. Beide Unternehmen befinden sich in einer dynamischen Wachstumsphase und teilen ein Mindset, das Digitalisierung nicht als notwendiges Übel, sondern als zentralen Wettbewerbsvorteil versteht. Dabei stehe neben der Technologie vor allem der menschliche Faktor im Fokus, der in der Zusammenarbeit den entscheidenden Unterschied ausmacht. Tobias Brefeld ist sich sicher: „Ich bin fest davon überzeugt, dass Menschen auch an dieser Stelle den Unterschied machen.“ ## Prozessoptimierung durch digitale Intelligenz Die Einzigartigkeit dieser Partnerschaft liege in der konsequenten Ausrichtung auf eine fehlerfreie und voll digitale Schadenabwicklung. Önder Aslan sieht den Kern der Zusammenarbeit vor allem in der speziellen Herangehensweise an die Themen Digitalisierung und Kundenkommunikation. Ziel sei es, die Prozesse für alle Beteiligten – vom Werkstattmitarbeiter bis zum Endkunden – so einfach wie möglich zu gestalten. In der Praxis beginne dieser optimierte Ablauf bereits beim Autofahrer. Im Schadensfall erhält dieser einen Link, beantwortet mobil einige gezielte Fragen und erstellt Fotos des Fahrzeugs. „Es geht darum, den Prozess für unterschiedliche Beteiligten so einfach und im besten Fall voll digital zu gestalten“, erklärt Tobias Brefeld den Ansatz. Die Fotos dienen dazu, den Schaden maximal gut zu evaluieren, bevor der Schaden zur Reparatur in den Aribos-Betrieb geht. Durch die KI-gestützte Auswertung von Fiasco werden die internen Prozesse im Karosseriebetrieb zum frühestmöglichen Zeitpunkt angestoßen. Das spare wertvolle Zeit in der Arbeitsvorbereitung und sorge dafür, dass die Kalkulation auf einer validen Datengrundlage basiert, noch bevor das Fahrzeug physisch auf dem Hof steht. Önder Aslan ergänzt, dass es im Kern immer um die korrekte Kalkulation mittels KI geht, damit „der Kunde so schnell wie möglich abgeholt werden kann und die Prozesse intern zum richtigen Zeitpunkt angestoßen werden.“ ## Strategische Eckpfeiler für die Werkstatt der Zukunft Für die Inhaber von K&L-Betrieben sei die Verknüpfung von operativer Werkstattleistung und intelligenter Software ein entscheidender Hebel, um das weitere Wachstum professionell zu begleiten, wird im Interview deutlich. Die Kooperation fungiere hierbei als Ankerpunkt in einem sich konsolidierenden Markt. Tobias Brefeld betont im Interview, dass es gerade jetzt wichtig sei, die „Eckpfeiler für die Zukunft zu setzen“, um die steigenden Fallzahlen bei hoher Qualität und Geschwindigkeit bewältigen zu können. Die KI übernehme dabei die Rolle eines digitalen Assistenten, der den Fachkräften den Rücken freihält und die Effizienz in der Schadenaufnahme massiv steigert. So werde sichergestellt, dass die Werkstattgruppe trotz ihrer Expansion agil bleibe und den Kundenfokus nicht verliere. ## Ausblick auf die technologische Weiterentwicklung Der Blick in die nahe Zukunft verspricht eine weitere Beschleunigung der technologischen Möglichkeiten, wird im Gespräch deutlich. Während die automatisierte Kalkulation bereits heute in vielen Betrieben den Standard setzt, arbeitet Fiasco bereits an neuen Lösungen. „Wir haben uns der Schadensaufnahme mit einem zukünftigen Voice-Agenten angenommen“, gibt Önder Aslan einen Ausblick auf die kommenden zwei bis drei Jahre. Auch die Erweiterung der Datenbank auf komplexere Fahrzeugtypen wie LKW, Transporter und Pickups steht fest auf der Agenda von FIasco. Für die Branche bedeutet das: Die Partnerschaft zwischen Aribos und Fiasco ist kein statisches Projekt, sondern ein lernendes System, das sich den Anforderungen der Betriebe anpasst. „Wer heute auf solche Kooperationen setzt, investiert in eine Zukunft, in der digitale Intelligenz und handwerkliches Können nahtlos ineinandergreifen“, erklärt Tobias Brefeld abschließend.
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