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2026-03-25T10:59:01+0000

Urgestein der Branche: „Schucki“ geht in den Ruhestand

_Mit Matthias Schuckert verabschiedet sich zum 1. April eine prägende Persönlichkeit in den Ruhestand. Über Jahrzehnte hat er als Vertriebsleiter von WERBAS//KSR Betriebe begleitet, Teams unterstützt und technische Entwicklungen im Markt aus nächster Nähe mitgestaltet. Im Gespräch mit schaden.news blickt er zurück, ordnet aktuelle Veränderungen ein und richtet sich mit einem klaren Wunsch an die Branche._ __Herr Schuckert, zum 1. April gehen Sie in den Ruhestand. Wie fühlt sich dieser Moment an?__ __Matthias Schuckert: __Sehr besonders und auch emotional. Nach 33 Jahren ist das mehr als ein beruflicher Wechsel. Es ist ein Lebensabschnitt mit vielen Begegnungen, intensiven Gesprächen und gemeinsamen Entwicklungen. Ich gehe mit großer Dankbarkeit und mit Neugier auf das, was jetzt kommt. __Was möchten Sie zum Abschied zuerst sagen?__ __Matthias Schuckert: __Mein erstes Dankeschön geht an meine Frau Andrea. Sie hat mir über viele Jahre den Rücken freigehalten. Außendienst bedeutet einen hohen Takt, viel Präsenz und oft auch lange Tage. Ohne diesen Rückhalt wäre vieles nicht möglich gewesen. __Und Ihr Dank in Richtung Branche?__ __Matthias Schuckert:__ Der ist genauso groß. Ich danke allen Kolleginnen und Kollegen, allen Kunden, Interessenten und Partnern. Die Zusammenarbeit war für mich immer etwas Besonderes. Es hat mir bis zuletzt Freude gemacht, Betriebe zu beraten und gemeinsam Lösungen zu entwickeln, die im Alltag wirklich tragen. __Was war Ihr persönlicher Kompass in all den Jahren?__ __Matthias Schuckert: __Offenheit, Ehrlichkeit und Verlässlichkeit auf Dauer. Und der Anspruch, Verantwortung zu übernehmen. Gerade bei Software, also bei einer Leistung, die man nicht anfassen kann wie ein Werkzeug. Da zählt, ob die Beratung trägt, ob sie passt und ob Vertrauen entsteht. __Sie haben den Markt über Jahrzehnte erlebt. Was war der größte technische Einschnitt?__ __Matthias Schuckert:__ Ganz klar die Apps. Das war aus meiner Sicht der größte Wendepunkt. Mit mobilen Anwendungen haben sich Prozesse im Alltag spürbar verändert. Erfassung, Kommunikation und Entscheidungen wurden direkter, schneller und näher am tatsächlichen Arbeitsablauf. Das hat die Erwartungen im Markt nachhaltig verändert. __Wie blicken Sie auf Digitalisierung und KI?__ __Matthias Schuckert: __Beides ist wichtig und richtig. Aber die Reihenfolge entscheidet. Erst die Grundlagen, dann die Automatisierung, dann KI. Wer seine Prozesse nicht versteht, kann auch moderne Werkzeuge nicht sinnvoll nutzen. KI kann unterstützen und beschleunigen. Sie ersetzt aber nicht das Fachwissen und nicht den unternehmerischen Blick. __Was bedeutet das konkret für Betriebe?__ __Matthias Schuckert:__ Betriebe sollten ihre Abläufe klar strukturieren und ehrlich auswerten. Wo geht Zeit verloren. Wo entstehen Reibungen. Welche Zahlen helfen wirklich bei Entscheidungen. Mit klaren Regeln, klaren Zuständigkeiten und einem gemeinsamen Prozessverständnis entsteht Stabilität. Genau dort entfaltet Software ihren größten Nutzen. __Sie sprechen oft von Partnerschaft. Was macht sie aus?__ __Matthias Schuckert:__Partnerschaft heißt für mich, offen miteinander zu arbeiten. Zuhören, nachfragen, ehrlich beraten und dann konsequent begleiten. Nicht nur Funktionen erklären, sondern gemeinsam den Betrieb weiterentwickeln. Wenn Vertrauen und Fachlichkeit zusammenkommen, entsteht echte Wirkung. __Was ist Ihnen im Rückblick besonders wichtig?__ __Matthias Schuckert:__ Die Menschen. Die Beziehungen über viele Jahre. Die Mischung aus Professionalität und persönlichem Miteinander. Genau das hat diese Zeit für mich so wertvoll gemacht. __Welche Botschaft geben Sie der Branche mit?__ __Matthias Schuckert:__ Bleibt offen, bleibt lernbereit und bleibt klar in den Grundlagen. Die Zukunft gehört den Betrieben, die Technik mit Vernunft einsetzen, ihre Teams mitnehmen und Entscheidungen auf belastbare Prozesse stützen. __Und persönlich gefragt, ist die Tür zur Branche jetzt zu?__ __Matthias Schuckert:__Nein. Ein Vertrag endet, Verbundenheit nicht. Wenn ich unterstützen kann, mache ich das gern. __Vielen Dank für das Interview und alles Gute für den (Un)Ruhestand, Schucki! __
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