2024-05-15T07:50:50+0000

„Ziel ist es, innerhalb eines Tages das Fahrzeug wieder an den Kunden übergeben zu können“

Dass Prozesse im Karosserie- und Lackierbetrieb schnell, einfach und vor allem sicher gestaltet werden sollten, ist bei der aktuellen Auslastung der Reparaturwerkstätten und der anhaltend schwierigen Situation auf dem Fachkräftemarkt wichtiger denn je. Aus diesem Grund spielt das einheitliche Arbeiten im System und der Schutz der eigenen Mitarbeiter heute eine noch bedeutendere Rolle als je zuvor. Wie dies im Bereich der Ersatzverglasung, als ein Baustein in der Unfallinstandsetzung, zum Tragen kommen kann, darüber informierte sich schaden.news im K&L-Betrieb der Maschmeyer GmbH in Dortmund. Im Video-Interview mit Betriebsleiter Gazmend Boshnjaku gab es konkrete Informationen zum Unternehmen und wie vor Ort mit dem Thema Scheibentausch umgegangen wird. ## „Optimaler Prozess fängt bereits vor Reparatur an“ Gerade am Beispiel der Maschmeyer GmbH mit aktuell fünf Standorten im Ruhrgebiet ist die genaue Planung und effiziente Umsetzung der betrieblichen Abläufe unumgänglich. So sieht es auch Geschäftsführer Nico Maschmeyer: „Der optimale Prozess fängt für uns bereits vor der Reparatur an. Nur mithilfe der richtigen Produkte und einem funktionierenden System ist es uns möglich in allen Betrieben nach den gleichen Standards zu arbeiten.“ Dies gelte besonders für den Bereich der Ersatzverglasung. Im Dortmunder Betrieb arbeitet man genau wie in den vier weiteren Standorten seit 2016 mit Materialien des Kleb- und Dichtstoffherstellers Sika. „Unser Ziel ist es, innerhalb eines Tages das Fahrzeug wieder an den Kunden übergeben zu können“, erklärt der 42-Jährige. Dafür setzt die Unternehmensgruppe mit rund 120 Mitarbeitern das SikaTack Elite Purform System für die Scheibenverklebung ein. Das Material biete eine sichere Wegfahrzeit von 30 Minuten bei fast allen klimatischen Bedingungen, was für die betrieblichen Abläufe einen echten Vorteil darstelle, so Nico Maschmeyer. ## Wachsender Kalibrieraufwand erfordert schnelle Produkte Die Details zum Scheibentausch im Unternehmen, welches seit 2018 von Tesla als Approved Bodyshop anerkannt wurde, beschreibt Betriebsleiter Gazmend Boshnjaku: „Über 30 Prozent der Steifigkeit am Fahrzeug übernimmt der Bereich Scheibe und Klebstoff. Aus diesem Grund ist es für uns besonders wichtig ein funktionierendes System zu verwenden, welches auf allen Untergründen und Oberflächen einsetzbar ist“. Außerdem würden sich K&L-Betriebe einem wachsenden Kalibrieraufwand konfrontiert sehen, für den immer weniger Zeit zur Verfügung steht, was demzufolge ein sicheres Produkt mit einer schnellen Wegfahrzeit erfordert, so der Fachmann. Durch die Nutzung des SikaTack Elite Purform Scheibenklebstoffes und die Verarbeitung mit dem Power Cure Dispenser könne dies realisiert werden, ergänzt Gazmend Boshnjaku. Zudem sei somit fast jeder Milliliter Klebstoff nutzbar, da kaum Totmaterial wie im Statikmischer zurückbleibe. ## Arbeitssicherheit als nachhaltigen Ansatz Benedikt Drewes, Key Account Manager für den Bereich Automotive Repair bei Sika, betont: „Bei der Entwicklung unserer Purform Produkte konnten wir den Anteil monomerer Diisocyanate auf weniger als 0,1 Prozent reduzieren, was der Arbeitssicherheit der Anwender dient und eine damit verbundene REACH Schulung nicht zwingend erforderlich macht. Wir verstehen den aktiven Schutz der Mitarbeiter auch als nachhaltigen Ansatz und unterstützen unsere Kunden dabei“. Als derzeit einziger Hersteller für REACH-konforme PU-Scheibenklebstoffe biete Sika damit ein System, mit dem bereits nach 60 Minuten der Originalzustand des Fahrzeugs wiederhergestellt werden könne. Dies erhöhe die Prozesssicherheit im Reparaturablauf und reduziere unnötige Standzeiten in der Werkstatt, betont der Vertriebsmitarbeiter abschließend.
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