2021-10-20T10:40:51+0000

„Wir setzen bei unseren Kundenfahrzeugen auf Elektroantrieb“

An den drei Standorten von Karosseriebau Beckl setzen Mitarbeiter und Chef auf Nachhaltigkeit. Rund die Hälfte der Leihwagenflotte fährt voll oder zumindest teilweise elektrisch. Renault Zoe, Opel Mokka, VW E-UP und ID 3 & ID 4, Skoda Enjaq: Momentan gehören 13 E-Fahrzeuge von unterschiedlichen Herstellern zum Fuhrpark des 52 Mitarbeiter starken Betriebes. „Nachdem wir unsere Werkstätten bereits mit Erdwärme heizen und bei der Stromgewinnung Solarenergie nutzen, war für uns nur logisch, auch bei der Auswahl unserer Kundenersatzfahrzeuge umzudenken“, berichtet Inhaber Harald Beckl von der Entscheidung für die Fahrzeuge mit Elektroantrieb. Ein Anreiz sei für ihn dabei die Förderung gewesen, die Unternehmen für die Beschaffung der E-Fahrzeuge nutzen können. Dazu kämen vergleichsweise geringe Leasinggebühren. ## „Die Kunden sind erst skeptisch, dann begeistert“ Bei den Autofahrern, also den Kunden von Karosseriebau Beckl, komme das Konzept mit den elektrisch betriebenen Leihfarzeugen gut an: „Die meisten Kunden sind zunächst skeptisch, wenn ihnen ein E-Fahrzeug als Leihwagen ausgehändigt wird. Die meisten kommen dann aber hellauf begeistert zurück“, berichtet Harald Beckl, dass viele Autofahrer anfangs verunsichert sind, weil sie nicht wissen, wie sie den Leihwagen laden sollen. Dabei seien die Bedingungen günstig, schließlich liegen die drei Standorte jeweils nur ungefähr 20 Kilometer von Frankfurt entfernt. „Die Fahrzeuge lassen sich mit der hauseigenen Steckdose laden oder am Büro. Zahlreiche Arbeitgeber bieten ihren Mitarbeitern die notwendigen Ladeinfrastrukturen“, erklärt der Betriebsinhaber. In der Werkstatt selbst sorgen acht mobile Ladesäulen dafür, dass die Batterien der Fahrzeuge vor Ausgabe an den Kunden voll sind. Der Ladestrom stammt nach Angaben des Betriebsinhabers zum Großteil aus der hauseigenen Photovoltaik-Anlage. Harald Beckl weiß aber selbst, dass die Ladeinfrastruktur nicht nur in seiner Region noch deutlich ausbaufähig ist. Dennoch stellt sich Harald Beckl auch mit dem Reparaturbetrieb darauf ein, dass zukünftig mehr E-Fahrzeuge zur Instandsetzung in seinen Betrieb kommen werden. „Deshalb gehören wir zu den sechs ersten Betrieben in Deutschland, die in den vergangenen Wochen mit dem Qualitätssiegel „E-Mobilität-Fachbetrieb“ zertifiziert wurden“, erklärt Harald Beckl. [Dieses Siegel hatten der Zentralverband für Karosserie- und Fahrzeugtechnik (ZKF) gemeinsam mit dem Bundesverband der Partnerwerkstätten (BVdP) erst Mitte August ins Leben gerufen.](https://schaden.news/de/article/link/42454/verbandssiegel-fuer-hochvolt-fachbetriebe) ## „Ein weiterer Schritt Richtung Nachhaltigkeit“ In den kommenden Jahren sollen im Karosserie- und Lackierbetrieb Beckl auch die verbleibenen spritbetriebenen Leihfahrzeuge weichen und durch Stromer ersetzt werden. „Für uns ist der Schritt zu einer E-Fahrzeugflotte ein weiterer Schritt in Richtung Nachhaltigkeit“, betont Harald Beckl abschließend. Damit seien er und sein Team jedoch noch nicht am Ende mit den Maßnahmen zur Nachhaltigkeit: „Wir möchten unsere sieben Heizungsanlagen gegen eine Brennstoffzelle tauschen“, berichtet der Betriebsinhaber. Und auch, dass er noch auf der Suche nach einem Hersteller sei, der eine 280 kW Anlage liefern könne. Der Grund für die Bestrebungen bei Karosseriebau Beckl ist so einfach wie plausibel: „Das Thema Nachhaltigkeit ist mir sehr wichtig , den ich möchte meinen drei Kindern und vielleicht späteren Enkelkindern eine saubere Umgebung hinterlassen. Unser Fachbetrieb setzt daher schon immer auf Nachhaltigkeit.“ So ist das Credo „Instandsetzen vor Erneuern“ im Fachbetrieb groß geschrieben und Harald Beckl arbeite daran, dies auch seinen Kunden und Geschäftspartnern zu verankern. Seine Konzepte zur Nachhaltigkeit stellt der Betriebsinhaber in dieser Woche auch dem Zentralverband für Karosserie- und Fahrzeugtechnik (ZKF) vor Ort in Langenselbold vor.
Ina Otto
Lesens Wert

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