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2021-09-29T09:31:11+0000

Betriebsführung: Auf diese Kennzahlen kommt es an

Kennzahlen sind für den Betriebsinhaber wie ein Kompass: Um in die richtige Richtung steuern zu können, muss er die wichtigsten Koordinaten, also Zahlen, immer im Blick haben. „Wichtig ist es dabei, sowohl zurück- als auch voraus zu schauen“, erklärt Unternehmensberaterin Marina Markanian von der bpr Mittelstandsberatung in Dortmund. Vor allem seien dabei ganz bestimmte Kennzahlen ausschlaggebend, die der Unternehmer regelmäßig prüfen sollte: ## Prozessorientierte Zahlen – Stellschraube für das operative Geschäft „Schaut sich der Unternehmer die Abläufe im Betrieb an, ist es wichtig die Auslastung im Blick zu behalten“, erklärt Marina Markanian. Das bedeutet konkret: Wie viele Stunden stehen die Mitarbeiter in der Werkstatt zur Verfügung und wieviel dieser Stunden kann der Unternehmer an den Kunden weiterberechnen? Die Expertin schlägt vor, diese Zahl engmaschig, mindestens wöchentlich, zu kontrollieren: „Sie ist wichtig, weil sie ausschlaggebend für die künftige Werkstattplanung ist und somit auch Einfluss auf das operative Geschäft hat.“ Marina Markanian verdeutlicht: „Die Auslastung ist der größte Hebel, den Unternehmer haben, um erfolgreicher zu werden. Bei einer schlechten Auslastung können folgende Punkte hinterfragt werden: Sind meine Prozesse zu langsam? Habe ich Zeitfresser, weil Mitarbeiter beispielsweise Werkzeuge lange suchen müssen? Habe ich viele Reklamation und daher viele Nacharbeiten? Diese Zeiten können nicht in Rechnung gestellt werden.“ Eventuell muss als Folge in die Technik oder Mitarbeiterschulung investiert werden. ## BWA – monatlicher Rückblick Den zweiten Baustein bei der Kennzahlenkontrolle bilden die Ergebnisse der monatlichen betriebswirtschaftlichen Auswertung (BWA). Hier sei der Blick auf die Materialeinsatzquote, auf die Personalkostenquote sowie auf das prozentuale monatliche Betriebsergebnis wichtig. „An dieser Stelle ist es notwendig, dass der Unternehmer die einzelnen Quoten hinterfragt und mit vorangegangenen Monaten vergleicht, um Schwankungen schnell zu erkennen", erklärt Marina Markanian. Sie weist darauf hin, dass die BWA jeweils zeitnah nach Monatsende eingesehen werden sollte, idealerweise nach spätestens 15 Tagen. Möglich werde eine schnellere Auswertung beispielsweise durch digitale Buchhaltung [wie mit ps accounting](https://schaden.news/de/article/link/41518/branchenspezifische-buchhaltung-ps-accounting): Dabei werden alle Belege gescannt und gleich digital verbucht. Ein sogenannter „Belegtourismus“ entfällt, die Auswertung ist auf Knopfdruck abrufbar. ## Liquidität – Entscheidungshilfe für Investitionen Dritter Aspekt beim Blick auf die Kennzahlen ist die Liquidität. Wieviel Forderungen sind durch Auftraggeber noch offen? Wieviel Verbindlichkeiten muss das Unternehmen noch begleichen? Am Ende erkennt der Betriebsinhaber an dieser Stelle am schnellsten, wie liquide er ist und kann dieses Ergebnis ebenfalls in seine unternehmerischen Entscheidungen einfließen lassen. Marina Markanian betont abschließend: „Wichtig ist nicht, nur die Kennzahlen monatlich zu prüfen, sondern hieraus Möglichkeiten zur Optimierung herzuleiten.“ Unternehmensberater unterstützen Betriebsinhaber dabei.
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