2019-10-23T14:49:04+0000

Absolut relevant!

Wenn wir ehrlich sind, lässt das Thema autonomes Fahren viele freie Karosserie- und Lackierbetriebe bisher eher kalt. Ja, es wird viel diskutiert und sicher, es wird sich viel verändern. Doch ehe diese Veränderungen in den Betrieben spürbar werden, dauert es noch. Das denken Sie vielleicht auch? Nun, das wird jetzt anders werden. Denn die neue Studie des Kraftfahrzeugtechnischen Institutes (KTI) beschäftigt sich sehr konkret mit dem schrittweisen Fortschritt der Sensor- und Kameratechnik am Fahrzeug und deren direkten Auswirkungen auf die Unfallschadenreparatur. Darin wird deutlich: Auf dem Weg zum autonomen Fahren werden sich die Arbeitsweisen bei der Instandsetzung schon jetzt ändern. Helge Kiebach, Leiter Schadenforschung beim KTI, beschreibt in unserem aktuellen Beitrag in diesem Newsletter, worauf es bei der Instandsetzung von Stoßfängern unter Berücksichtigung von Fahrerassistenzsystemen ankommt. Das KTI betrachtet diesen einen, aber wesentlichen Teil einer Unfallschadenreparatur und trifft damit ins Schwarze. Denn in der Studie wird im Detail greifbar, wie komplex die Instandsetzung schon heute ist und in Zukunft noch wird. Die Erkenntnisse sind für jeden Betrieb absolut relevant und zeigen vor allem auch den Kfz-Versicherern und Schadensteuerern, dass sich gerade freie Betriebe technisch noch besser aufstellen müssen. Entscheidend sind laut KTI die Herstellerinformationen, um die fachgerechte Lackinstandsetzung zu gewährleisten. Die Beschaffung und der Umgang mit den Reparaturdaten werden immer ausschlaggebender – vor allem, weil sich der deutsche Pkw-Fuhrpark schon in wenigen Jahren so sehr dreht, dass kaum ein Betrieb bei der Lackinstandsetzung von Stoßfängern an der Sensortechnik vorbeikommt.
Christian Simmert