2019-04-03T14:13:08+0000

13 Prozent weniger Werkstattpleiten!

Der positive wirtschaftliche Langfristtrend in der deutschen Unfallreparaturbranche hat sich 2018 bestätigt. Die Zahl der Insolvenzfälle bei Werkstattbetrieben sank gegenüber 2017 um 13,1 Prozent. ## Gemeinsam mit 2017 niedrigster Wert seit sechs Jahren Nach 260 Pleiten 2017 mussten im zurückliegenden Jahr lediglich 226 Werkstätten Zahlungsunfähigkeit anmelden. Diese Zahl, die übrigens auch 2016 schon einmal erreicht worden war, stellt auch den mit Abstand niedrigsten Wert im 6-Jahres-Vergleich von 2013 bis 2018 dar [(hier zur Infografik)](https://schaden.news/download/link/gXae). Im Jahr 2013 hatten deutschlandweit noch 282 Unfallreparaturbetriebe den bitteren Gang in die Insolvenz antreten müssen. Seitdem waren die Werte langfristig stetig gesunken. Nur das Jahr 2017 (plus 15,0 Prozent) bildete diesbezüglich einen statistischen Ausreißer. ## 22 reine Autolackierbetriebe betroffen Unter den 226 Pleite gegangenen Kfz-Reparaturbetrieben in Deutschland im Jahr 2018 befanden sich auch 22 reine Autolackierereien. Das bedeutet einen Rückgang von fast einem Drittel (minus 29,0 Prozent) gegenüber dem Vorjahr, als noch 31 reine Kfz-Lackierbetriebe ihre Pforten schließen mussten. ## Klein- und Kleinstbetriebe besonders gefährdet Von den 226 Insolvenzfällen 2018 waren 485 Arbeitnehmer und
Arbeitnehmerinnen betroffen, also durchschnittlich 2,1 pro Fall. Das heißt im Klartext: In die Pleite sind vor allem Kleinstbetriebe und Einzelunternehmer (ohne Angestellte) gerutscht. Die voraussichtlichen Gläubigerforderungen beliefen sich auf 46,6 Millionen Euro. ## Branchenübergreifend ebenfalls weniger von Zahlungsunfähigkeit In der bundesdeutschen Gesamtwirtschaft nahm im Jahr 2018 die Zahl der Unternehmensinsolvenzen gegenüber dem Vorjahr ebenfalls ab – allerdings hier lediglich um 3,9 Prozent. Mit wie erwähnt 13,1 Prozent Rückgang war der positive wirtschaftliche Trend im Wirtschaftsbereich Instandhaltung und Reparatur von Kraftwagen also deutlich ausgeprägter. Quelle: Destatis, April 2019
Andreas Löffler