2026-01-28T11:45:16+0000

DRS Langzeitvergleich: Preise für Reparaturstunde nach 13 Jahren nahezu verdoppelt

Bis zu 134 Euro mehr kostet die Reparaturstunde Lack (ohne Lackmaterial) heute im Vergleich zu 2014. Das zeigt der exklusive Langzeitvergleich des DEKRA Reparatur Stundensatzes (DRS), den schaden.news seit 2014 für insgesamt 22 Städte erhebt. Im Schnitt sind die Stundenverrechnungssätze über alle drei Gewerke – Mechanik, Karosserie und Lack (ohne Lackmaterial) – in den letzten 13 Jahren um 96 Prozent gestiegen. Spitzenreiter ist dabei, wie schon in den vergangenen Jahren, die bayerische Landeshauptstadt München mit einer durchschnittlichen Steigerung um 129,2 Prozent. Den geringsten Anstieg mit rund 77,9 Prozent in den letzten 13 Jahren verzeichnete das baden-württembergische Freiburg im Breisgau. ## Lackstunde ohne Lackmaterial um 96,9 Prozent gestiegen Betrachtet man die einzelnen Gewerke, so ist der Stundenpreis im Bereich Lack (ohne Lackmaterial) um 96,9 Prozent in den letzten 13 Jahren gestiegen. In Zahlen ausgedrückt bedeutet das: 2014 kostete die durchschnittliche Reparaturstunde 97,48 Euro, 2026 sind es 191,42 Euro – also knapp 94 Euro mehr. Eklatant sind dabei erneut die regionalen Unterschiede. Mit 82 Euro lag das brandenburgische Simmersdorf schon damals deutlich unter dem deutschlandweiten Durchschnitt. Und auch heute verzeichnet der Ort mit 165,25 Euro pro Lackstunde den niedrigsten Wert in der gesamten Bundesrepublik – und dass trotz einer prozentualen Steigerung von 101 Prozent seit 2014. Den stärksten Anstieg verzeichneten neben München die Städte Magdeburg (+120,9 % seit 2014) und Erfurt (+109,2 %). Mit 187,25 Euro bzw. 188,25 Euro in 2026 liegt der Lack-Stundensatz dennoch auch in diesen beiden Städten weit hinter dem der bayerischen Landeshauptstatt mit 243 Euro. ## Karosserie: Steigerungen zwischen 70 Euro und 132 Euro seit 2014 Ein ähnliches Bild zeigt sich im Bereich Karosserie. Im Vergleich zu Mechanik und Lack verzeichnet der Stundensatz hier mit 92,3 Prozent den niedrigsten Anstieg seit 2014 – jedoch ebenfalls mit erheblichen regionalen Unterschieden. Während in München (+ 128,9%), Magdeburg (+116,4%) und Simmersdorf (+102,1%) der DRS in den letzten 13 Jahren überdurchschnittlich gestiegen ist, verzeichnen Nürnberg (+75,9 %), Freiburg im Breisgau (+76,6%) und Köln (+82,8%) ein deutlich niedrigeres Wachstum. Wie groß die regionale Spanne tatsächlich ist, zeigt sich einmal mehr an den konkreten Zahlen: In München kostete die Karosseriestunde 103 Euro im Jahr 2014, inzwischen sind es 235,75 Euro. In Frankfurt am Main war der DRS Karosserie mit 110,25 Euro in 2014 sogar der höchste bundesweit, in der Mainmetropole entwickelte sich der Stundensatz jedoch deutlich unter dem Bundesdurchschnitt und liegt für 2026 bei 205,75 Euro (+86,6%). Den geringsten Anstieg gibt es laut DEKRA in Freiburg im Breisgau, wo sich der DRS Karosserie von 92 Euro in 2014 auf 162,50 Euro in 2026 erhöhte. ## Mechanik-DRS verzeichnet durchschnittlich größtes Wachstum in 13 Jahren Im direkten Vergleich hat sich der DRS Mechanik seit 2014 am stärksten erhöht – nämlich im Schnitt um 97,9 Prozent. Spitzenreiter sind auch in diesem Bereich die Städte München (+129,3 % seit 2014), Magdeburg (+116,9 %). Mit einer Steigerung von 115 Prozent in den letzten 13 Jahren verzeichnet zudem die schleswig-holsteinische Ortschaft Rantum auf Sylt. Dort kletterte der Stundensatz von 79,95 Euro in 2014 auf 171,50 Euro in 2026, gleichwohl die Preise im deutschlandweiten Vergleich im unteren Drittel liegen. Die Schlusslichter im Langzeitvergleich Mechanik sind abermals Freiburg im Breisgau mit einer Steigerung um 78,5 Prozent seit 2014, Nürnberg (+79,3 %) und Köln (+82,5 %).