2026-08-06T09:02:43+0000

Fusion von AkzoNobel und Axalta: Aktionäre geben grünes Licht

Nach dem Bekanntwerden der[ Fusionspläne des niederländischen Lackherstellers AkzoNobel und des US-Lackherstellers Axalta im November 2025](https://schaden.news/de/article/link/44804/akzonobel-uebernimmt-axalta) war es zunächst ruhig geworden. Am Mittwoch (05.08.) haben nun auch die Aktionäre beider Unternehmen in außerordentlichen Hauptversammlungen der Fusion zugestimmt, das teilte AkzoNobel noch am gleichen Tag in einer Pressemeldung mit. ## Kartellrechtliche Genehmigungen stehen noch aus Damit sind die Weichen für den geplanten Zusammenschluss zumindest konzernintern gestellt. Laut Pressemeldung stimmten die AkzoNobel-Aktionäre sämtlichen Beschlüssen zu, die für die Fusion erforderlich sind. Dazu zählen unter anderem die Genehmigung des Zusammenschlusses, Satzungsänderungen, die Ausgabe neuer Aktien sowie die künftige Besetzung der Unternehmensgremien. Damit kann das Fusionsverfahren in die nächste Phase gehen. Der Abschluss steht allerdings weiterhin unter dem Vorbehalt der erforderlichen kartellrechtlichen Genehmigungen sowie weiterer üblicher Vollzugsbedingungen. Nach derzeitiger Planung soll die Fusion Ende 2026 beziehungsweise Anfang 2027 abgeschlossen werden. ## Auswirkungen auf den deutschen Markt derzeit offen Welche konkreten Folgen der Zusammenschluss für Kunden, Werkstätten und Vertriebspartner hierzulande haben wird, bleibt bislang offen. [Im Interview mit schaden.news im April 2026 verwies Stefan Oesterling, Vertriebsleiter für den deutschen Reparaturmarkt bei AkzoNobel, auf langfristige Perspektiven:](https://schaden.news/de/article/link/44999/akzo-nobel-stefan-oesterling-neuer-vertriebsleiter-deutschland) „Die Branche befindet sich in einem tiefgreifenden strukturellen Wandel – geprägt von steigenden Kosten, Konsolidierung, regulatorischem Druck und sich verändernden Kundenerwartungen. Vor diesem Hintergrund ist die angekündigte Fusion von AkzoNobel und Axalta ein strategischer Schritt mit langfristiger Perspektive.“ Gleichzeitig machte er deutlich, dass sich für Kunden und Geschäftspartner bis zum Abschluss der Fusion nichts ändere. „Bis dahin gilt jedoch ein klarer Grundsatz: AkzoNobel und Axalta agieren operativ weiterhin vollständig unabhängig voneinander und stehen im Markt im Wettbewerb.“ Für den Vertrieb gelte deshalb unverändert: „Unser Fokus liegt unverändert auf unseren Kunden, unseren Leistungen und den Anforderungen des Marktes.“ ## Einer der größten Zusammenschlüsse der Lackbranche Mit der Zustimmung der Aktionäre ist nun eine der wichtigsten formalen Voraussetzungen für den Zusammenschluss erfüllt. Die entscheidende Hürde dürften nun die kartellrechtlichen Prüfungen in den verschiedenen Märkten werden. Erst wenn alle erforderlichen Genehmigungen vorliegen, kann die Fusion vollzogen werden. Für den europäischen Reparaturlackmarkt zählt der Zusammenschluss zu den bedeutendsten Entwicklungen der vergangenen Jahre. Beide Unternehmen gehören zu den wichtigsten Lieferanten für Karosserie- und Lackierbetriebe. Entsprechend aufmerksam verfolgt die Branche, welche Auswirkungen die Fusion langfristig auf Markenstrategien, Vertriebsorganisationen und Produktportfolios haben wird. Konkrete Aussagen dazu machten die Unternehmen bislang jedoch nicht.
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