2026-06-10T07:49:16+0000

DMS: One Stop und Full Service im Schadenmanagement

Die Landschaft der Schadensteuerer differenziert sich immer weiter aus. Nicht nur, weil Kfz-Versicherer nach der Übernahme von Innovation Group durch die Allianz Versicherung immer noch auf der Suche nach Alternativen sind, sondern auch, weil sich die Serviceleistungen verschiedenen Schadenmanager immer stärker unterscheiden müssen. Denn der Wettbewerb im Schaden Business wird immer stärker. So geht der Schadensteuerer DMS jetzt neue Wege, die erst durch die [Übernahme von Global Automotive Service (G.A.S.) vor vier Jahren](https://www.schaden.news/de/article/link/42751/global-automotive-services-uebernimmt-dms) möglich wurden. Schadensteuerung, Kfz-Service, Teileversorgung und automatisierte Kommunikation zur Kosten- und Prozessoptimierung – Geschäftsführer Kai Gräper erklärt im Gespräch mit schaden.news das DMS Konzept: „Wir bieten Kfz-Versicherern einen in sich geschlossenen Full Service Kreislauf für jeden Schaden, den wir im Flottengeschäft bereits seit längerer Zeit umsetzen.“ __„Ein Ansprechpartner für alle Schadenfälle“__ Dabei setzt DMS nach eigener Aussage auf eine One-Stop-Strategie. „Wir definieren Schadensteuerung als modularen Prozess und sind für Kfz-Versicherer immer Ansprechpartner, egal für welchen Schadenfall“, unterstreicht Kai Gräper gegenüber der Redaktion. Autoservice, Marderschaden oder Unfallreparatur – von Oberhausen aus greifen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf das gesamte G.A.S.-Werkstattnetz zu. Dazu zählen insgesamt rund 2.000 freie Betriebe mit Mechanik als auch Karosserie- und Lackierwerkstätten. „Dieses ausdifferenzierte Werkstattnetz ermöglicht es uns jeden Schadenfall in die passende Werkstatt zu routen.“ Spezialwerkstätten für Unfallschäden von Caravan und Camper gehören ebenfalls zur Netzwerkkooperation. __Original, IAM oder gebraucht: Viel Flexibilität im Teileservice__ Doch nicht nur der Werkstattservice ist sehr ausdifferenziert. Auch im Teileservice zeigt sich DMS aufgrund seiner Eigentümerstruktur flexibel. Hintergrund: Übernommen wurde DMS im März 2022 von Global Automotive Service (G.A.S.), das Unternehmen gehört wiederum zum Kfz-Teilespezialisten Coparts. So sind die Wege zum Ersatzteilvertrieb kurz. „Wir haben die verschiedenen Kompetenzfelder von Coparts, Global Automotive Service und DMS im Schadenmanagement gebündelt und über eine IT-Struktur miteinander verknüpft“, hebt Thomas Ramdohr Geschäftsführer von G.A.S. und DMS hervor. Konkret bedeutet das für Kfz-Versicherer: „Unsere Versicherungskunden können den Teileservice wählen, der zu ihnen passt.“ Im Klartext heißt das: Die auftraggebende Assekuranz legt fest, ob im Schadenfall OE-, gvo-konforme IAM- oder Gebrauchtteile verbaut werden sollen. Die jahrzehntelange Erfahrung mit IAM-Ersatzteilen im Autoservice von G.A.S. wird also jetzt über den Schadensteuerer DMS auf die Unfallschadenreparatur übertragen. Kai Gräper ergänzt: „Wir crossen zuverlässig das OE-Ersatzteil mit dem passenden IAM-Teil des Erstausrüsters und stellen so eine kostengünstigere aber qualitativ gleichwertige Instandsetzung sicher.“ Ein wichtiges Detail, damit im Schadenfall auch das identische Ersatzteil in Erstausrüsterqualität verwendet wird. Darüber hinaus kann auch der Einsatz von Gebrauchtteilen in den Schadenregulierungsprozess integriert werden.
__„KI-gestützter Claims Clark beschleunigt Prozesse und reduziert Kosten“__ In der Schadenkommunikation setzt DMS auf ein neues KI-gestütztes System, das die Regulierungsprozesse beschleunigen soll und seitens der Kfz-Versicherer weniger personellen Ressourcen bindet. „Wir nutzen den Claims Clark als integralen Bestandteil, um einen hohen Automatisierungsgrad in der Schadenabwicklung zu erreichen“, unterstreicht DMS-Geschäftsführer Kai Gräper. In Kooperation mit Klaus Lindner (Geschäftsführer Claims Clark GmbH) wurde die automatisierte Schadenregulierung in die Regelprozesse von DMS implementiert. „Der Claims Clark erkennt die Schadenart, prüft Deckung und Haftung selbstständig und reguliert klare Schadenfälle vollautomatisch, ohne manuelles eingreifen“, lautet das Versprechen. Die Prüfung erfolgt laut Aussage von Klaus Lindner mit digitaler Intelligenz (KI) auch bei Betrug, Regress und Großschäden, um so die Sachbearbeitung bei den Kfz-Versicherern zu entlasten. Im Rahmen der Schadenregulierung von DMS wird der Claims Clark vor allem bei der Kommunikation mit den Versicherten eingesetzt. Bei der automatisierten Schadenkostenkalkulation über die Bilderkennung greift das System auf Schadendaten der Hüsges Gruppe zurück, die ebenfalls an Claims Clark beteiligt ist. __Schadenmanagement verändert sich rasant__ Die Entwicklung beim Schadensteuerer DMS zeigt, wie rasant sich das Schadenmanagement derzeit weiterentwickelt – und welchen Einfluss die Übernahmen der vergangenen Jahre auf das Schadengeschäft allgemein und Prozesse sowie Verknüpfung ganz unterschiedlicher Sektoren speziell haben. Autoservice, Karosserie- und Lackierarbeiten, Teileversorgung und das Routing von Schäden durch KI-gestützte Systeme in Kombination mit einem bundesweit stark aufgestellten Werkstattnetz – die One-Stop Strategie von DMS verfolgt eine ähnliche Strategie wie die Allianz Versicherung mit den übernahmen von Control Expert, GT Motive, Innovation Group und zuletzt dem Hagelspezialisten PDR Team. Es geht im Schaden Business zunehmend um Differenzierung im wachsenden Wettbewerb einerseits und anderseits vor allem um geschlossene Kreislaufsysteme, die Marktanteile erschließen und sichern.