2024-04-17T11:45:37+0000

Januar 2024: Zahl der Werkstattpleiten auf niedrigem Niveau

Nachdem im gleichen Monat des Vorjahres bundesweit 14 Unfallreparaturbetriebe Zahlungsunfähigkeit anmelden mussten, sind im Berichtsmonat Januar 2024 insgesamt lediglich 8 deutsche Kfz-Werkstätten Pleite gegangen. Dies entspricht einer Abnahme um 42,9 Prozent! Beim Vergleich mit dem unmittelbaren Vormonat Dezember 2023, als 15 deutsche Kfz-Werkstätten Zahlungsunfähigkeit anmelden mussten, ergibt sich ebenfalls ein deutlicher Rückgang - und zwar sogar um 46,7 Prozent. ## Gegen den Trend in der Gesamtwirtschaft Die Unfallreparaturbranche hat sich damit in Sachen Insolvenzgeschehen momentan sehr deutlich von der Gesamtwirtschaft abgekoppelt, denn branchenübergreifend betrachtet meldeten die Amtsgerichte im Januar 2024 nach endgültigen Ergebnissen 1.622 beantragte Unternehmensinsolvenzen. Das waren 27,6 Prozent, also gut ein Viertel (!) mehr als im Januar 2023, aber nur 0,8 Prozent mehr als im Januar 2020 (1.609 beantragte Unternehmensinsolvenzen), dem entsprechenden Vergleichsmonat im Zeitraum vor dem von Sonderregelungen und niedrigen Insolvenzzahlen geprägten Zeitraum der Corona-Krise. ## Aber Sondereffekte bei Interpretation der Ergebnisse berücksichtigen! Über einen längeren Zeitraum betrachtet liegt die Zahl der Regelinsolvenzen zwischen April 2023 und März 2024 jedoch in etwa auf dem Vor-Corona-Niveau des Zeitraums April 2019 bis März 2020. Bei den Ergebnissen ist zu berücksichtigen, dass die Anträge erst nach der ersten Entscheidung des Insolvenzgerichts in die Statistik einfließen. Der tatsächliche Zeitpunkt des Insolvenzantrags liegt in vielen Fällen annähernd drei Monate davor. Quelle: Destatis, April 2024
Lesens Wert

Mehr zum Thema