2022-11-23T11:08:48+0000

Consul: Weniger Rangieraufwand durch selbstfahrendes Transportsystem

Mit weniger als zwei Prozent Marktanteil sind reine Elektroautos derzeit noch eine Minderheit im deutschen Gesamtfuhrpark und das Reparaturaufkommen entsprechend gering. Doch mit den ruhigen Zeiten dürfte es bald vorbei sein, denn die Zulassungszahlen steigen exponentiell. Frank von der Crone, Geschäftsführer beim Hebebühnenhersteller Consul, erklärt, welche Herausforderungen für K&L-Betriebe mit dieser Entwicklung einhergehen: „Antriebslos geschaltete E-Fahrzeuge müssen weiterhin in der Werkstatt beweglich bleiben. Aktuell wird das Rangieren meist mit Muskelkraft bewerkstelligt. Je mehr BEVs jedoch in den Reparaturprozess gelangen, desto zeitraubender und ineffizienter wird diese Methode, da hierdurch zusätzlich Personal gebunden wird.“ ## Durchgängige Mobilität von der Annahme bis zum Finish Abhilfe will der Hersteller mit einer Neuentwicklung schaffen, die erstmals auf der Automechanika gezeigt wurde: „Mit dem selbstfahrenden und über eine Fernsteuerung lenkbaren PneuMobil können alle nicht fahrbereiten Fahrzeuge besonders einfach und zeitsparend zwischen den einzelnen Arbeitsbereichen bewegt werden“, erklärt Frank von der Crone. Dazu wird das hufeisenförmige Gerät einfach unter die Hebebühne mit dem bereits darauf befindlichen Fahrzeug manövriert und anschließend alle Stationen angefahren: „Die volle Tragfähigkeit der Hebebühne von 3,5t bleibt dabei erhalten und da das PneuMobil sowohl auf glatten Böden als auf Gitterrosten eingesetzt werden kann, ist ein unterbrechungsfreier Transport von der Annahme bis zur Lackierkabine gewährleistet“, betont der Fachmann und fügt hinzu: „Einmal maskierte Fahrzeuge müssen zudem nicht mehr geöffnet werden, was die Effizienz zusätzlich erhöht und Verunreinigungen am und im Fahrzeug vorbeugt.“ ## Mehr Nachhaltigkeit durch einfache Wartung und abwärtskompatible Konstruktion Auch bei der Wartung des PneuMobils hat sich der Hersteller an den engen Zeitkorridoren im Werkstattalltag orientiert. So ermöglicht etwa ein spezieller Wartungsdeckel den schnellen Zugang zu den Antriebsbatterien, die über einen ebenso leicht zu erreichenden zentralen Anschluss bei Bedarf mit destilliertem Wasser nachbefüllt werden können. Kunden, die bereits eine Consul PneuLift Hebebühne der Baureihen 0.35 F BA oder 0.35 FK BA besitzen, bräuchten zudem keine weitere Investition zu tätigen, um das Fahrgerät zu nutzen: „Im Verbund mit den anwenderfreundlichen Wartungseigenschaften stellt diese Abwärtskompatibilität eine besonders nachhaltige Lösung dar, die auch den Geldbeutel der Betriebe schont“, unterstreicht von der Crone. Eine Bestellung des PneuMobils ist ab sofort über die Herstellerseite möglich. Die Auslieferung soll ab Frühjahr 2023 erfolgen.
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