2021-09-15T13:35:00+0000

Schadenkalkulation mit SilverDAT 3: Workshop mit Autodoktoren

Wie lässt sich die Schadenkalkulation mithilfe der Software SilverDAT 3 durchführen? Das demonstrierten Dr. Martin Endlein, Leiter der Unternehmenskommunikation, und Axel Krüger, Key-Account-Manger bei der Deutschen Automobil Treuhand (DAT) auf der Automechanika live. Im Workshop mit den Autodoktoren Hans-Jürgen Faul und Holger Parsch kalkulierten die Experten einen Schaden an einem Opel Konvent – dieser wurde zuvor ebenfalls live von DEKRA-Sachverständigen begutachtet. ## Exakte Fahrzeugidentifikation Über die VIN-Abfrage, die aktuell 99,8 Prozent des deutschen Pkw-Bestandes identifiziert, erhält der Anwender zunächst die Möglichkeit, Serien- und Sonderausstattungen einzusehen und zu erfassen. „Und was ist, wenn der Fahrzeughalter Umbauten vorgenommen hat?“, wollte Hans-Jürgen Faul wissen? „Dann gibt es die Möglichkeit, diese manuell selbst einzugeben“, erklärt DAT-Experte Axel Krüger und Dr. Martin Endlein ergänzt: „Dies ist wichtig, um den genauen Wert des Fahrzeuges zu ermitteln.“ ## Reifendatenbank inkludiert Im Falle des vor Ort zu kalkulierenden Schadens an dem Opel gab es zudem Beschädigungen an einer Felge. Der Tausch kann über die im System inkludierte Reifendatenbank kalkuliert werden, erklärte Axel Krüger. In der Reifendatenbank sind alle Reifen des Herstellers und die dazugehörigen Felgen hinterlegt. Handelt es sich um eine Felge aus dem Aftermarket, könnte diese – wie zuvor die Umbauten – händisch eingetragen werden. ## Neue Reparaturanleitungen Während der Kalkulation kündigte Axel Krüger zudem an, dass ab November auch die Original-Reparaturanleitungen von Opel über SilverDAT 3 verfüg- und einsehbar sind. Auch Peugeot, Citroën und DS sollen laut DAT bald im Angebot sein. Bereits im System integriert sind Fahrzeuge der Marken, VW, Audi, Seat, Skoda, Renault, Dacia, Mercedes Benz und Smart. ## IFL-Liste nutzen Um rentabel arbeiten zu können, kommt es darauf an, auch vermeintlich „kleine“ Arbeiten in der Kalkulation zu berücksichtigen und zu bepreisen. Diese werden laut Axel Krüger nämlich auch schnell vergessen. „Hier können und sollten SilverDAT 3-Anwender auch die IFL-Liste nutzen, die ebenfalls in unserem System hinterlegt ist“, betont der Key-Account-Manager. So sei im Falle des Opels beispielsweise eine Karosserieeingangsvermessung notwendig. Diese ist als „Frei wählbare Arbeitsposition“ von der Interessengemeinschaft für Fahrzeugtechnik und Lackierung (IFL) mit einem Richtwert von 8 AW hinterlegt. ## „Cooles Programm“ Die Autodoktoren – die als Kfz-Meister bisher keine Berührungspunkte mit dem Kalkulationsprogramm der DAT hatten – sind sichtlich begeistert von der Software. „Das
ist echt ein cooles Programm. Unfassbar was da alles dahintersteckt und wie viel Arbeit das auch machen muss, das alles zusammenzuführen“, staunte Holger Parsch. Sein Kollege und TV-Partner Hans-Jürgen Faul ergänzt: „Hochinteressant auch, wie komplex das alles ist. Das ist kein starres System, sondern wächst immer weiter.“ ## Schulungsangebot nutzen Im Rahmen des rund einstündigen Workshops zeigten Dr. Martin Endlein und Axel Krüger weitere Funktionen, die den Sachverständigen und Werkstätten die Arbeit erleichtern. So zum Beispiel zur Lackdatenbank, zur Bepreisung diverser Reinigungsarbeiten oder Nachkalkulation. Abschließend betonte Dr. Martin Endlein: „Um das Programm wirklich effektiv – mit all seinen Funktionen – nutzen zu können, empfehlen wir unseren Anwendern die Schulungen bei der TAK.“
Carina Hedderich
Lesens Wert

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