2019-06-05T11:47:05+0000

"Die Gewerke müssen viel stärker zusammenarbeiten"

Vor rund anderthalb Jahren gab die Messe Düsseldorf mit der tasc den Startschuss für die erste Fachmesse für Autoglas, Smart-Repair und Fahrzeugaufbereitung und lockte bereits zur Premiere 2017 mehr als 1.000 Besucher in die nordrhein-westfälische Landeshauptstadt. Im Schulterschluss wollen die Bundesverbände für Fahrzeugaufbereitung (BFA), Ausbeultechnik und Hagelinstandsetzung (BVAT) sowie der Autoglaser (BVA) die Veranstaltung als starke Plattform für Austausch und Information innerhalb der Kfz-Dienstleisterbranche etablieren. schaden.news | colornews.de sprach mit BFA-Präsident Markus Hermann, dem BVA-Vorsitzenden Thomas Klein und dem BVAT-Vorsitzenden Lars Rottmann darüber, was die tasc auszeichnet und wo sie die Fachmesse in den kommenden Jahren sehen. __Mit der tasc rücken drei bislang eher für sich agierende Gewerke enger zusammen. Warum? Lars Rottmann:__ Die stetig wachsenden Herausforderungen bei Kfz-Arbeiten durch komplexere Fahrzeuge, neue Technik, neue Materialien und mehr Assistenzsysteme führen unweigerlich dazu, dass Werkstätten immer mehr Themen abdecken müssen. Autoglaser, Smart-Repair-Spezialisten, Aufbereiter, Folierer und so weiter sind immer öfter aufeinander angewiesen. Um dem gerecht werden zu können, sind Kooperationen sowie der Ausbau der eigenen Kompetenzen unumgänglich. Die tasc schafft den passenden Rahmen, um sich auszutauschen, das eigene Netzwerk in anderen Bereichen aufzubauen, sich über Fortbildungsangebote zu informieren und anderen Gewerken „über die Schulter zu schauen“. __Markus Hermann:__ Genau, ich sehe die tasc als neutrale Plattform, sich einerseits zu informieren sowie andererseits auch neue Themen zu identifizieren. Darüber hinaus bietet sie die Möglichkeit, sich mit den anderen Gewerken in gemeinsamen
Herausforderungen, etwa bei so wichtigen Themen wie Ausbildung und Gesetzgebung auszutauschen. __Thomas Klein:__ Die auf der tasc vertretenen Gewerke liegen thematisch sehr nahe beieinander und selbstverständlich setzt sich jedes einzelne für eine fachlich kompetente Ausführung der professionellen Reparatur oder Aufbereitung der Fahrzeuge ein. Daher halte ich ein kooperatives Zusammenwirken für überaus sinnvoll. Im Idealfall profitiert der Kunde von der nahtlosen Durchführung der unterschiedlichsten Aufträge und erhält somit das „Best-of“ von fachlich spezialisierten Unternehmen. __Markus Hermann:__ Exakt! Denn die enge und aufeinander abgestimmte Zusammenarbeit der unterschiedlichen Gewerke von der Schadensaufnahme bis hin zur Durchführung der geeigneten Reparaturmaßnahmen spart dem Kunden schlussendlich wertvolle Zeit und auch Kosten. __Was zeichnet die tasc Ihrer Meinung nach aus?__ __Thomas Klein:__ Hier treffen „alte Hasen“ und „interessierte Newcomer“ der Branche aufeinander und erhalten geballte Fachinformationen an einem außergewöhnlichen Veranstaltungsort im Industriedesign. Besucher finden im Areal Böhler wertvolle Podiumsbeiträge, neueste Produktinformationen von der Werkstattausrüstung bis zur Anwendungsempfehlung, Qualifizierungsangebote, wichtige Kooperationsmöglichkeiten zu Sonderkonditionen und nicht zuletzt offene Gespräche zu allen Themen rund um die Reparatur und Aufbereitung des Fahrzeugs. Ausstellern bietet die tasc interessante Freiräume für Präsentationen und Live-Demonstrationen. Das ist kaum zu übertreffen. __Lars Rottmann:__ Die Ausrichtung dieser Fachmesse ist einzigartig und bringt erstmals erfolgreich die wichtigsten Spezialbereiche rund ums Automobil zusammen an einen Tisch. Sie ist daher für Kfz-Dienstleister die ideale Gelegenheit, um über den Tellerrand zu schauen und sinnvoll zu netzwerken. __Wohin wird sich die tasc in den kommenden Jahren entwickeln? Markus Hermann:__ Ich wünsche mir für die Zukunft, dass alle drei Verbände mit ihren Mitgliedern und natürlich alle drei Gewerke viel stärker miteinander zusammenarbeiten.
__Thomas Klein:__ Auf der tasc finden Unternehmen bereits heute all das, was sie für ihren beruflichen Alltag benötigen. Vielleicht gelingt es, 2021 weitere Nachbarländer einzubeziehen und die Möglichkeit der Beteiligung an nationalen und internationalen Contests zu unterschiedlichsten Aufgabenstellungen aus den Bereichen Autoglas, Smart-Repair und Aufbereitung anzubieten – das wäre sicherlich spannend. __Lars Rottmann:__ Mein Ziel ist ganz klar: Die tasc zur besten und größten Messe für die Bereiche Autoglas, Smart-Repair und Fahrzeugaufbereitung in Deutschland zu entwickeln – und zwar miteinander, statt gegeneinander!
Lisa Möckel