2018-05-30T07:56:40+0000

Training schafft Prozesssicherheit und steigert die Reparaturqualität

Verbundwerkstoffe, höherfeste Stähle und Leichtbau: Die Herausforderungen bei der Karosseriereparatur nehmen weiter zu. Um Unfallreparaturen nach Herstellervorgaben ausführen zu können, sind deshalb Schulungen entscheidend. Unterstützung für Reparaturbetriebe bietet Car-O-Liner. Am Standort Babenhausen frischen Karosseriebauer ihre Kenntnisse auf und bekommen Know-how für die fachgerechte Reparatur neuer Karosseriestrukturen. ## Die Vorgaben sind klar „Aluminium, Magnesium, Stahl und kohlenstoffverstärkter Kunststoff: Jedes Material wie auch Verbundstoffe erfordern spezielle Reparaturmethoden, die der Karosseriebauer beachten muss. Nur so lässt sich ein Unfallschaden prozesssicher nach Herstellervorgaben instand setzen“, beschreibt Björn Claussen, Geschäftsführer von Car-O-Liner Deutschland, die Herausforderungen. „Am Ende der Reparatur eines Karosserieschadens muss sichergestellt sein, dass Verwindungssteifigkeit, Crashsicherheit aber auch Vibrationsverhalten und Geräuschkomfort der Passagierzelle OEM-Niveaus entsprechen.“
## Wo finden Werkstätten Unterstützung? Hilfe bei der Instandsetzung erhalten Reparaturbetriebe unter anderem von Branchenverbänden, wie dem Zentralverband Karosserie- und Fahrzeugtechnik ZKF. Wie Car-O-Liner, steht auch der ZKF im engen Kontakt mit den Automobilherstellern und liefert Karosserie- und Lackierbetrieben aktuelle und detaillierte Reparaturhinweise. Darüber hinaus bietet Car-O-Liner Betrieben mit Trainings Möglichkeiten, die Mitarbeiter im Umgang mit modernen Karosseriestrukturen zu schulen. „Unsere Trainings vor Ort unterteilen sich in theoretische und praktische Abschnitte“, beschreibt Björn Claussen das modular aufgebaute Weiterbildungsangebot im Training Center im hessischen Babenhausen. Bei Car-O-Liner Schulungen arbeiten die Experten an Karosserien verschiedener Hersteller. So besteht die Möglichkeit, für jede einzelne Veranstaltung spezielle Schwerpunkte zu setzen. ## Umgang mit Materialien und Systemen „In unserem Training Center schulen wir Mitarbeiter von Karosserie- und Lackierbetrieben in nahezu allen Bereichen der Karosseriereparatur“, erklärt Björn Claussen. So lassen sich etwa Fahrzeuge mit Car-O-Tronic Systemen vermessen oder komplexe Strukturschäden mit dem Multifunktionsarbeitsplatz Quick 42 in Verbindung mit den Haltesystemen EVO 1 und EVO 2 reparieren. „Damit stellen wir zum einen sicher, dass sich die Teilnehmer mit der Materialstruktur der Karosserie vertraut machen, zum anderen im Umgang mit Karosserievermessungs- und Richtsystemen geschult werden.“
## Wie ist ein Training aufgebaut? Die Leitung der Trainings bei Car-O-Liner übernehmen Karosseriebaumeisterinnen und -baumeister. So auch bei der jüngsten Schulung, die von einem namhaften Automobilhersteller beauftragt wurde. Hier übernahm Diana Schlup, Car-O-Liner Trainingsmanagerin EMEA, die Leitung. Die Karosseriebaumeisterin lieferte theoretisches und praktisches Wissen, mit dem die Teilnehmer das Dach und ein komplettes Seitenteil einer Limousine prozesssicher tauschten. Dabei wurde es schnell konkret: Als Erstes galt es festzulegen, wo die Trennschnitte beim Ablösen des Dachs am Vorderwagen, den Seiten und am Heck auszuführen sind. Im zweiten Schritt trennten die Karosseriebauer die am Dachträger vorhandene Klebeverbindung zwischen Blech und kohlefaserverstärktem Kunststoff, ohne dabei jedoch den GfK-Träger zu beschädigen. Anschließend wurde das Dachblech von den beiden seitlichen Dachschienen und vom Heckträger gelöst. Nachdem die Flächen für den Einbau des neuen Teils vorbereitet waren, folgte der Einbau. „Um Fragen zu klären, den weiteren Verlauf abzustimmen sowie den gesamten Reparaturprozess praktisch und theoretisch zu festigen, bauen wir nach jedem größeren Abschnitt Stopps ein“, beschreibt Diana Schlup den Trainingsverlauf. „Diese Struktur ist natürlich flexibel, denn auch zwischen diesen Stopps liefern wir den Teilnehmern jederzeit Antworten und zeigen Problemlösungen auf.“
## Impulse und Wertschätzung der Mitarbeiter Diana Schlup ist sich sicher, dass Betriebe, die ihren Mitarbeitern die Teilnahme an einem Training ermöglichen, gleich mehrfach profitieren: „Zum einen erweitern die Karosseriebauer ihre Fertigkeiten im Umgang mit neuen Materialien und Anlagentechnik, zum anderen geben sie ihr Wissen an die Kollegen im heimischen Betrieb weiter.“ Das setzte Impulse und steigere die Reparaturqualität vor Ort. Zudem zeige der Inhaber dem Mitarbeiter seine Wertschätzung, wenn er ihm die Teilnahme an Weiterbildungen ermögliche. ## Car-O-Liner Trainingstermine stehen fest Der Ausrüster bietet Trainings in Moldulen mit unterschiedlichen Schwerpunkten. [Hier finden Sie Termine sowie Inhalte der Schulungen und können sich für ein Training anmelden](https://schaden.news/de/article/link/40514/car-o-liner-trainingstermine-stehen-fest).
Ingo Köcher