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2026-10-28T10:23:33+0000

Kaum Entwarnung für K&L-Branche: 153 Werkstattpleiten seit Jahresbeginn

21 Insolvenzverfahren für Werkstätten, die mit der Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen beauftragt sind, wurden im Juli 2026 laut dem Statistischen Bundesamt Destatis beantragt. Im Vergleich zum Vormonat Juni ist das ein Zuwachs von 23,8 Prozentpunkten. Verglichen mit dem Vorjahresmonat sind die Zahlen zwar leicht zurückgegangen. Damals zählte Destatis 27 beantragte Insolvenzverfahren. Doch wer einen Blick auf den Gesamtzeitraum wirft, erkennt: Von einer Entspannung der Lage kann keine Rede sein: Zwischen Januar und Juli 2025 gab es insgesamt 133 Werkstattpleiten. Nun, ein Jahr später, sind es bereits 153, also 13,1 Prozent mehr beantragte Insolvenzverfahren. ## Januar bis Juli 2026: 6,9 Prozent mehr gewerbliche Insolvenzen als 2025 Bemessen auf die Gesamtzahl der gewerblichen Insolvenzen in Deutschland ist die Steigerung im Vergleich zum Vorjahresmonat im Unfallschadenmarkt zwar durchaus moderat: Im Juli 2026 haben die deutschen Amtsgerichte laut Destatis 2.373 beantragte Unternehmensinsolvenzen registriert. Das waren 8 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Anders jedoch gestaltet sich der Blick auf den Gesamtzeitraum: In den ersten sieben Monaten 2026 wurden 15.185 beantragte Unternehmensinsolvenzen registriert. Das waren 6,9 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. ## 21,9 Milliarden Euro Forderungen Die Forderungen der Gläubiger aus den von Januar bis Juli 2026 gemeldeten Unternehmensinsolvenzen bezifferten die Amtsgerichte auf rund 21,9 Milliarden Euro. Von Januar bis Juli 2025 hatten die Forderungen bei rund 31,8 Milliarden Euro gelegen. Dieser Rückgang der Forderungen trotz steigender Zahl der Unternehmensinsolvenzen ist darauf zurückzuführen, dass in den ersten sieben Monaten 2025 mehr wirtschaftlich bedeutende Unternehmen Insolvenz beantragt hatten als 2026.
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