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2026-09-09T16:14:48+0000

Classic Car Alliance: Netzwerk mit Herzblut für Klassiker

Reger Betrieb auf dem Classic Car Areal in Halle 11.1 auf der Automechanika: Hier treffen sich Branchenplayer, deren Business und Herzblut historische Fahrzeuge sind. Dahinter steht die Classic Car Alliance. Das B2B-Netzwerk hat es sich zum Ziel gesetzt, die Szene stärker zu vernetzen und dem Thema eine gemeinsame Plattform zu geben. ## Zentraler Anlaufpunkt für Classic-Car-Szene Konkret bringen die Classic Car Alliance und ihr Areal in Halle 11.1 Werkstätten, Teileanbieter, Dienstleister und weitere Akteure aus dem Markt zusammen. Hier geht es um Technik und Ersatzteile, um Restaurierung und Werterhalt – und um die Frage, wie sich das Geschäft mit klassischen Fahrzeugen künftig entwickeln wird. „Im Mittelpunkt der Classic Car Alliance und der Messepräsentation steht vor allem der gemeinsame Austausch“, erklärt Mitbegründer und Classic Car-Papst Jürgen Book in Frankfurt. ## Netzwerk für Teilebezug, Schadenkalkulation und mehr Hinter der Faszination für historische Fahrzeuge steht ein komplexer Markt. Werkstätten benötigen spezielles Reparaturwissen, Teileanbieter müssen die Versorgung älterer Fahrzeuge sicherstellen und auch Fragen zu Bewertung, Daten und Versicherungen spielen eine Rolle. Geeignete Ansprechpartner finden sich auf dem Classic Car Areal: DAT informiert zur Schadenkalkulation der Klassiker, die B2B-Plattform Eucon zum Bezug von Ersatzteilen. Zudem informiert ein Anbieter über das Scannen alter Klassiker-Handbücher und mit Reinshaw finden Messebesucher auch einen Spezialisten für 3D-Teiledruck. Workshops gibt es zudem von Oldtimer-Service-Unternehmen Vogtmann. ## Messeprogramm: Wissen, Fachkräfte und Teileversorgung Welche Themen die Branche dabei beschäftigen, zeigt auch das noch laufende Bühnenprogramm. Am Donnerstag stehen unter anderem „Auction and Market Trends“ sowie „Wissenstransfer und Fachkräftemangel“ auf dem Programm. Gerade der zweite Punkt hat einen direkten Bezug zur Praxis: Mit dem Ausscheiden erfahrener Fachkräfte droht auch spezielles Wissen über Reparatur und Restaurierung historischer Fahrzeuge verloren zu gehen. Am Freitag rücken die Ersatzteilversorgung sowie klassische Motorräder in den Fokus. Hier wird unter anderem BFL-Präsident Steven Didssun von seinen Erfahrungen bei der Restauration klassischer Zweiräder berichten. ## Live-Restauration einer Rarität durch junge Talente Wie wichtig die Ausbildung künftiger Spezialisten ist, zeigt sich auch am Messe-Stand während der gesamten Automechanika-Woche. Dort können Besucherinnen und Besucher die Live-Restaurierung eines Simca Figoni – das weltweit einzige Modell seiner Art – aus 1954 verfolgen. Durchgeführt werden die Arbeiten von der Stiftung Talent 4 Classics. Und da steckt einiges an Herzblut drin: Junge Menschen, denen das Leben nicht immer gut mitgespielt haben, erhalten in dem Projekt die Chance, ihre Stärken zu entwickeln und wieder fit für den Arbeitsmarkt zu werden. Ihr Ziel: Das Schätzchen mit eigenen Händen wieder zu restaurieren und auf dem größten Schönheitswettbewerb Europas, dem Concorso d’Eleganza Villa d’Este auszustellen und natürlich zu gewinnen. ## Vom Messestand zum dauerhaften Netzwerk? Die eigentliche Bewährungsprobe für die Classic Alliance dürfte allerdings nach der Automechanika beginnen. Der Anspruch besteht darin, nicht nur während der Messetage Aufmerksamkeit für das Segment zu schaffen, sondern die Kontakte und den Wissenstransfer darüber hinaus fortzuführen. „Ich bin mir sicher: Unsere starke Präsenz und die damit verbundene Resonanz hier auf der Automechanika wird maßgeblich dazu beitragen, die Classic Car Alliance bekannter zu machen und ihr zu organischem Wachstum zu verhelfen“, betont Jürgen Book. Zu den bisherigen Partnern gehören unter anderem FIVA, Bosch, DAT, Eucon und ROWE. Die Mitgliedschaft ist kostenfrei.
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