2026-08-19T09:19:35+0000

Automechanika: Praxis-Workshops für K&L-Betriebe – von Schadenaufnahme bis Hochvoltsicherheit

Die Unfallreparatur verändert sich. Digitale Prozesse, Fahrerassistenzsysteme, alternative Antriebe und neue Reparaturverfahren stellen Betriebe vor zusätzliche Anforderungen. Die Automechanika Frankfurt greift diese Entwicklung in ihrem Workshop-Programm auf und bildet dabei nahezu die komplette Prozesskette der Unfallschadeninstandsetzung ab. „Wer heute ein Unfallfahrzeug instand setzt, braucht ein deutlich breiteres Fachwissen als noch vor wenigen Jahren. Digitalisierung, Fahrerassistenzsysteme, alternative Antriebe und Hochvolttechnik verändern die Reparaturprozesse grundlegend“, erklärt Olaf Mußhoff, Director Automechanika Frankfurt. Mit den Workshops wolle man diese Entwicklung praxisnah erlebbar machen und Kompetenzen vermitteln, die Werkstätten heute und künftig benötigen. ## Schadenaufnahme und -kalkulation Den Einstieg in die Prozesskette bilden Schadenaufnahme und Kalkulation. Die DEKRA Automobil GmbH zeigt im Workshop „Systematische Schadenaufnahme von verunfallten Pkw“, wie Schäden strukturiert erfasst und nachvollziehbar dokumentiert werden. Damit geht es um einen Arbeitsschritt, der die Grundlage für die anschließende Reparaturplanung und Kalkulation bildet. Direkt daran knüpft die Deutsche Automobil Treuhand (DAT) an. Im Workshop „Schadenskalkulation mit SilverDAT3 – Der Digitale Werkzeugkoffer für Ihre Werkstatt!“ steht die digitale Kalkulation von Fahrzeugschäden im Mittelpunkt. Für Betriebe geht es damit um einen weiteren zentralen Prozessschritt zwischen Schadenaufnahme und Reparatur. ## Karosserie: Instandsetzen statt nur ersetzen Bei den Reparaturtechniken geht es anschließend um unterschiedliche Materialien und Verfahren. Die Carbon GmbH stellt die großflächige Außenausbeultechnik für Stahlkarosserien in den Mittelpunkt. Der Workshop zeigt Verfahren zur Bearbeitung größerer Stahlschäden an der Außenhaut und damit einen Bereich, der für die wirtschaftliche Instandsetzung von Karosserieschäden relevant ist. Weitere Workshops beschäftigen sich mit der Reparatur von Kunststoffbauteilen und mit kombinierten Fügetechniken. Dabei geht es um die Instandsetzung von Stoßfängern sowie um das Zusammenspiel von Kleben, Nieten und Schweißen. Die unterschiedlichen Verfahren sollen dabei nicht isoliert betrachtet werden, sondern im Hinblick auf einen möglichst sicheren und effizienten Reparaturprozess.Ergänzt wird dieser Themenblock durch die elektronische Karosserie-Vermessung und Richtbank-Instandsetzung bei Car-O-Liner. ## Digitalisierung erreicht die Lackierung Auch die Lackierprozesse werden im Workshop-Programm aufgegriffen. Surventis (vormals BASF Coatings) und Farécla verbinden unter dem Titel „Tradition trifft auf
Moderne – Digitalisierung & Lackierung“ klassische Lackierpraxis mit digitalen Anwendungen. Damit richtet sich der Blick auf einen Prozessbereich, in dem Digitalisierung zunehmend Einzug hält. Die Frage ist dabei nicht nur, welche Anwendungen verfügbar sind, sondern wie sie sich in bestehende Arbeitsabläufe integrieren lassen. Den technologischen Bogen schließt das Thema KI und Robotik. SEHON zeigt im Workshop, wie künstliche Intelligenz und Robotik künftig Lackierprozesse unterstützen können. ## ADAS, Hochvolt und Verglasung Mit der zunehmenden Zahl elektronischer Systeme im Fahrzeug gewinnt auch die korrekte Diagnose und Kalibrierung nach einem Unfall an Bedeutung. Bei Bosch erfahren Workshopteilnehmende, wie ADAS bei Fahrzeugen der Level 2+ und 3 korrekt kalibriert wird und welche Informationen die Diagnose über den Fehlerspeicher liefert. Ein weiterer Workshop befasst sich mit der Hochvoltsicherheit bei der Unfallreparatur. Die TAK Akademie des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes und Toyota Deutschland stellen dabei die notwendigen Vorsichtsmaßnahmen im Umgang mit verunfallten Hochvoltfahrzeugen vor. Premiere feiert der Bundesverband Autoglaser (BVA): Gleich in drei Workshops steht hier der Scheibentausch im Fokus: von der kompletten Prozesskette, über den effizienten Scheibentausch unter Zeitdruck bis hin zur korrekten Kalkulation von Glasschäden. ## Eine Stunde Einstieg, drei Stunden Praxis Das Workshop-Konzept setzt dabei bewusst auf unterschiedliche Formate. Die Veranstaltungen werden als ein- oder dreistündige Einheiten angeboten. Während die dreistündigen Workshops einen hohen Praxisanteil mit größerer Detailtiefe verbinden, sollen die einstündigen Formate einen kompakten Einstieg in die jeweiligen Themen ermöglichen. ## Nachwuchs und prominente Unterstützung Aber das Angebot richtet sich nicht nur an Fachkräfte aus der Werkstatt, sondern auch an Kfz-Sachverständige, Serviceberater und den Nachwuchs. Am Donnerstagvormittag ist z.B. gezielt Berufsschulklassen vorbehalten, die auf der Messe einen Einblick in unterschiedliche Themen der Unfallschadeninstandsetzung erhalten. Unterstützt wird das Programm erneut von den Autodoktoren Hans-Jürgen Faul und Holger Parsch. ## Anmeldung zu den Workshops Wer die Workshops nutzen möchte, kann sich bereits vor dem Messebesuch online für die gewünschten Termine anmelden. Die Veranstaltungen laufen an allen fünf Messetagen vom 8. bis 12. September und werden jeweils zu unterschiedlichen Terminen in deutscher und englischer Sprache angeboten. Die Teilnahme ist kostenfrei und wird mit einem Zertifikat bestätigt. Gleichzeitig hat die Voranmeldung einen weiteren Vorteil: Wer sich für einen Workshop registriert, erhält kostenfreien Eintritt zur Automechanika Frankfurt. [Die einzelnen Termine und die Anmeldung sind im Online-Programm der Messe zu finden.](https://automechanika.messefrankfurt.com/frankfurt/de/themen-events/events.html?utm_source=chatgpt.com#/?day=2026-09-09&location=workshops-karosserie-lack-110)
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