2026-04-29T09:19:45+0000

Energiekrise reloaded

Viele Werkstätten erinnern sich noch gut an die Energiepreise des Jahres 2022. Als infolge des Ukraine-Krieges Strom und Gas auf historische Höchststände kletterten, gerieten vor allem energieintensive Betriebe unter Druck – die Kosten für Lackierung und Trocknung explodierten förmlich. Heute, keine vier Jahre später, wiederholt sich das Szenario. Der Krieg im Iran und damit einhergehende Lieferengpässe sorgen für die nächste Krise im Energiemarkt. Laut Vattenfall ist der Gaspreis im Vergleich zum Vorjahr zeitweise um bis zu 65 Prozent gestiegen, die Ölpreise haben sich seit Beginn des Konflikts teilweise sogar verdoppelt. Vor allem Betriebe, die in den letzten Jahren auf regenerative Energiequellen umgesattelt haben, profitieren nun davon. Das zeigt einmal mehr: die strategische Planung der Energieversorgung war, ist und bleibt einer der wichtigsten Faktoren, um sich zukunftsfähig aufzustellen – auch für Unfallreparaturbetriebe. Wie das funktionierten kann, zeigt unser aktuelles Betriebsportrait der USG Unfall-Service GmbH in Petersberg. Nach einem Brand wurden dort zwei neue Lackierlinien aufgebaut, geplant und installiert vom Lackierkabinenhersteller WOLF. Geschäftsführerin Mandy Gehrt hat beim Wiederaufbau einen bewussten Fokus auf eine zukunftsfähige Energieversorgung gelegt und die Infrastruktur so konzipieren lassen, dass erneuerbare Energien künftig unkompliziert integriert werden können. Doch nicht nur bei großen Investitionen wird nach Lösungen gesucht. Auch die Lackindustrie entwickelt weiterhin Materialien, die mehr Flexibilität in den Trocknungsprozessen versprechen und so Energieeinsparungen unterstützen sollen. Denn Fakt ist: Energie bleibt ein Kostenfaktor, den die Unfallreparaturbranche – sowohl ökonomisch als auch ökologisch – dauerhaft im Blick behalten muss.