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2026-04-22T09:06:46+0000

Professionelle Caravan-Instandsetzung: „Wir setzen auf den Gesamtprozess“

Die fachgerechte Caravan-Instandsetzung erfordert ein tiefgreifendes Verständnis für den speziellen Sandwich-Aufbau der Karosserie sowie den präzisen Einsatz dauerelastischer Klebe- und Dichtungstechniken, um langfristigen Feuchtigkeitsschutz zu garantieren. Um Mitarbeitende in Unternehmen, die Caravanreparatur im Leistungsportfolio anbieten, zu unterstützen, hat Ausrüster Henkel einen speziellen Reparaturprozess für die Instandsetzung der rollenden Wohnzimmer entwickelt. „Dieser soll Werkstätten dabei unterstützen, Orientierung über Know-how und Produkte bei der Reparatur zu erhalten“, erklärt Carsten Leifheit, Business Development Manager bei Henkel. Wichtig sei ihm und seinem Team dabei, das Wissen für die Reparatur ganzheitlich zu vermitteln und nicht nur Produkttipps zu geben. ## Portfolio mit Praxisnähe Das Portfolio sei dabei exakt auf die Anforderungen der Praxis zugeschnitten. Ob es um den kompletten Tausch von Seitenwänden, den Teilersatz der Außenhaut oder die schnelle Instandsetzung von Kunststoff-Anbauteilen geht – für jede Anwendung gibt es das passende System. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Außenhaut aus Aluminium oder GFK besteht. Besonders wichtig ist die Wahl des Materials je nach Reparaturumfang: Während für großflächige Arbeiten Klebstoffe mit langer offener Zeit genutzt werden, kommen bei Teilreparaturen schneller reagierende Materialien zum Einsatz. ## Dichten und Kleben im Fokus Ein wichtiges Augenmerk legt Henkel im Reparaturprozess zwischen den Reparaturmethoden Kleben und Dichten. Bauteile wie Dachluken oder Klimaanlagen werden in der Regel mit Butyl eingedichtet, nicht geklebt. „Das Fahrzeug hat sehr starke Bewegungen durch Hitze und Kälte. Da braucht es ein Material, das diese Bewegungen auffangen kann“, betont Carsten Leifheit. Zudem bleibt das Bauteil so für einen späteren Tausch demontierbar. Für die optimale und sichere Verklebung von Zubehör wie Sat-Anlagen, Markisen oder Solarmodulen auf dem Dach setzt Henkel hingegen auf MS-Polymere mit hoher Haftkraft und Anfangsfestigkeit, die ohne mechanische Befestigung auskommen – ein entscheidender Vorteil, da Schrauben im Schaumkern der Sandwichplatten keinen dauerhaften Halt fänden. ## Praxisnahes Training in Heidelberg „Theorie ist gut, aber ‚Kleben erleben‘ ist besser“, erklärt Carsten Leifheit im schaden.news-Gespräch. Deshalb vermittelt das Henkel-Team im Trainingszentrum in Heidelberg das Wissen direkt am Objekt. Jeder Teilnehmer bearbeitet eine eigene Sandwichplatte mit GFK-Aufbau, an der verschiedene Schadensbilder simuliert werden. Vom Schwemmzinn-Ersatz auf Aluminium bis zur Kunststoffreparatur an Heckschürzen wird der gesamte Prozess durchlaufen. Partner wie Schleifmittelhersteller Mirka unterstützen beispielsweise bei der professionellen Oberflächenvorbereitung. „Diese Schulungen bleiben bei den Teilnehmenden noch lange im Gedächtnis. Sie nehmen ihre bearbeitete Platte als Referenz mit in den eigenen Betrieb“, weiß Carsten Leifheit aus Erfahrung. Aufgrund der enormen Nachfrage sind die Termine oft schnell ausgebucht – für 2027 [können sich interessierte Betriebe bereits jetzt in eine Warteliste eintragen](mailto:joachim.plotzitzka@henkel.com).