2026-03-25T10:56:09+0000

Glasurit: Nass-in-nass-Füller im Praxis-Check – „Nach 5 Minuten kann ich mit Lackaufbau beginnen“

Effiziente Abläufe sind in K&L-Betrieben längst ein entscheidender Wettbewerbsfaktor. Ob weniger Arbeitsschritte oder verkürzte Trocknungszeiten – jede Minute zählt. Die Reparaturlackmarke Glasurit hat deshalb im letzten Jahr eine neue Füller-Generation auf den Markt gebracht. Die neuen Nass-in-nass-Füller P-U-403 weiß und P-U-409 schwarz ergänzen seither das ProClass-Portfolio und sollen die Füllerbeschichtung effizienter gestalten. schaden.news hat bei zwei Betriebe nachgefragt, wie sich die Füller im Praxisalltag bewähren. ## Gradtke & Wieczorek: „Noch einmal deutlich schneller“ Bei der Gradtke & Wieczorek GmbH in Lübeck ist der neue Nass-in-nass-Füller seit einigen Monaten im Einsatz und hat bereits zu spürbaren Effizienzgewinnen geführt, wie Fahrzeuglackierermeisterin Ulrike von Müller berichtet: „Der Füller lässt sich super verarbeiten. In der Applikation selbst hat sich im Vergleich zum Vorgänger P-U-43 nicht viel verändert, beide sind Nass-in-nass-Füller. Aber die Trocknung hat sich extrem verkürzt.“ Im Vergleich zu den vorherigen 20 Minuten könne der P-U-403 bei einer Umgebungstemperatur von 20 Grad nach nur fünf Minuten weiterverarbeitet werden. „Man schafft es gerade so, die Pistole zu reinigen und auf die Basislack-Pistole umzusteigen – und dann ist der Füller auch schon trocken“, resümiert Ulrike von Müller. Und auch mit der Oberflächenqualität zeigt sich die Fahrzeuglackierermeisterin zufrieden: „Wir bekommen eine schöne glatte Oberfläche, ein Anschleifen ist nicht notwendig. Dadurch kann man sofort im Anschluss mit dem Lackaufbau beginnen.“ Für den Betrieb, der ausschließlich für Autohäuser und Privatkunden arbeitet, bedeutet das weniger Arbeitsschritte und eine insgesamt stabilere Prozesskette. ## Lackiererei Grabbe: „Wir gewinnen Zeit und schaffen mehr Durchläufe“ Auch bei der Lackiererei Grabbe hat der neue Füller den Arbeitsalltag spürbar verändert. Der Betrieb im schleswig-holsteinischen Fockbek beschäftigt 14 Mitarbeitende und ist stark im Bereich gesteuerter Schäden sowie im Industriesektor aktiv. Entsprechend hoch ist der Anspruch an flexible und effiziente Prozesse. „Ein großer Vorteil ist, dass wir bei diesem System mit nur einem einzigen Spritzgang auf allen Untergründen schnell ans Ziel kommen und zudem alle Graustufen-Einheiten abdecken können“, erklärt Werkstattleiter Arne Nix. Ob blankes Metall, Kunststoff oder KTL – das Material lasse sich universell einsetzen. Einzige Änderung im Vergleich zum vorher eingesetzten P-U-73 und P-U-79: „Da der neue Füller keinen Korrosionsschutz mehr enthält, wischen wir den Untergrund vorher mit den Aktivierungstüchern A-P-50 ab“, erklärt Arne Nix im Gespräch mit schaden.news. Insgesamt sei der Prozess trotz dieses Zwischenschritts dennoch deutlich schneller als zuvor, wie der angehende Fahrzeuglackierermeister betont: „Durch die kurze Trocknungszeit von nur fünf Minuten haben wir einen deutlichen Zeitvorsprung. Wir schaffen insgesamt mehr Durchläufe, sind meist schon mittags mit den Lackierungen durch und fahren die Kabine dann runter.“ So spare der Betrieb nicht nur Zeit, sondern auch bewusst Energie ein.
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