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2026-01-21T09:19:17+0000

Maschine oder Handblock – Welche Schleifmethode ist die richtige?

Für den Fahrzeuglackierer im Karosserie- und Lackierbetrieb ist Schleifen weit mehr als ein vorbereitender Arbeitsschritt. Ob Spachtelbearbeitung oder Füllerzwischenschliff: Die Wahl der Schleifmethode entscheidet über Oberflächenqualität, Zeitaufwand und nicht zuletzt über die Frage nach Nacharbeiten im Werkstattalltag. ## Maschinenschliff: Effizienz und gleichbleibende Qualität Der Maschinenschliff mit Elektrowerkzeugen ist für viele Fahrzeuglackierer das Rückgrat eines effizienten Reparaturprozesses, weiß Ralf Bühler, Gebietsleiter beim Hersteller Mirka. Leistungsstarke Antriebe und exzentrische beziehungsweise rotierende Bewegungen ermöglichen gleichmäßige Oberflächen ohne sichtbare Schleifspuren. „Gerade bei großen, flachen Karosserieteilen sorgt das für hohen Durchsatz und reproduzierbare Ergebnisse“, erklärt Ralf Bühler. Er empfiehlt beispielsweise Maschinen wie den DEROS II Exzenterschleifer oder die POLAROS Rotationspoliermaschine. „Ergonomische Bauweise und niedrige Vibrationen entlasten den Lackierer spürbar bei langen Arbeitstagen. In Verbindung mit einer Absaugung lässt sich nahezu staubfrei arbeiten – ein wichtiger Faktor für Gesundheit, Sauberkeit und Lackierergebnis“, erklärt er. Insbesondere bei großen, glatten Flächen sei die Arbeit mit der Schleifmaschine somit effizienter. ## Handschliff für mehr Kontrolle Einschränkungen beim Maschinenschliff zeigen sich seiner Erfahrung nach jedoch bei sehr engen Kanten oder filigranen Bereichen. Deshalb bleibe auch der Handschliff für den Fahrzeuglackierer unverzichtbar. „Profilierte Flächen, Sicken, Designkanten oder schwer zugängliche Stellen lassen sich so deutlich präziser bearbeiten“, findet auch Ralf Bühler. Zudem werde hier die Gefahr eines Durchschliffs vermieden, erklärt der Mirka Gebietsleiter und nennt weitere Argumente für den Handschliff: „Der Lackierer ist damit flexibler, das Handschleifmittel ist sofort einsetzbar und unabhängig von Stromquellen.“ Gleichzeitig erfordere er jedoch mehr Zeit und körperlichen Einsatz, besonders bei größeren Flächen. „Auch die Gleichmäßigkeit des Ergebnisses hängt stark von Erfahrung und sauberer Handführung ab“, betont der Fahrzeuglackierermeister. ## Fazit: Praxisgerechte Kombination im Lackierbetrieb „Für den Fahrzeuglackierer im Karosserie- und Lackierbetrieb lautet die Antwort nicht Maschinenschliff oder Handschliff, sondern die richtige Kombination beider Methoden“, fasst Ralf Bühler zusammen: „Maschinen liefern Geschwindigkeit, Staubfreiheit und konstante Qualität, der Handschliff überzeugt bei Detailarbeit und maximaler Kontrolle. Wer beide Verfahren gezielt einsetzt, arbeitet effizienter, ergonomischer und erzielt dauerhaft hochwertige Lackierergebnisse, ist bei der Vorbereitung optimal aufgestellt und sorgt für Prozesssicherheit.“
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