2024-03-13T12:06:44+0000

Schlecht deckende Farbtöne: „Der richtige Untergrund ist entscheidend“

Die weltweite Vielfalt an Pkw-Farbtönen nimmt nicht ab. Jahr für Jahr arbeiten kreative Designer an neue Variationen für die Fahrzeughersteller, um deren Modelle noch ansprechender für jeweilige Zielgruppen zu gestalten. Im Umkehrschluss sind es aber die K&L-Betriebe, die sich beim Lackierprozess immer tiefgreifender mit der Zusammensetzung und dem richtigen Untergrund des Farbtons auseinandersetzen müssen. Denn: Schlecht deckende, lasierende oder besonders effektreiche Farbtöne sind bei der heutigen Fahrzeugvielfalt längst zur Normalität geworden. Anlass für schaden.news, beim Spraydosenhersteller Kwasny nachzufragen, worauf der Ausrüster bei der Entwicklung seiner Produkte für die Untergrundvorbereitung besonders Wert legt und wie man dort auf die gestiegene Farbtonvielfalt reagiert. ## Welches Material für welchen Einsatz? Zu Beginn steht immer dieselbe Frage im Raum: Welches Produkt ist das Richtige und wofür? Dazu unterscheiden Lackierer und Lackiererinnen zunächst nach dem Einsatzzweck. Ralf Ertle, Teamleiter der Anwendungstechnik bei Kwasny, erklärt: „Wird eher Wert auf einen besonders hohen Korrosionsschutz gelegt, so ist der SprayMax 1K Füllprimer die richtige Wahl zum Abgrundieren kleinerer Durchschliffkanten. Er kann auf einer Vielzahl von Untergründen angewendet werden und ist mit allen gängigen Lacksystemen, wasserbasierend oder lösemittelhaltig, überlackierbar“. Wenn mehr Schichtstärke aufgetragen werden muss, rät der Experte zum 1K Unifill Dickschichtfüller von SprayMax. Durch sein hohes Füllvermögen seien Schichtstärken über 100µm problemlos möglich, betont Ralf Ertle. Auch die optimale Schleifbarkeit und das hohe Standvermögen seien bei diesem Produkt zu nennen. ## Grauabstufungen decken Farbtonvielfalt ab Beide Produkte vereint die Möglichkeit, in insgesamt fünf sogenannten Primer Shades von weiß bis schwarz zu Arbeiten. Die Entscheidung, welche Grauabstufung dabei die Optimale für den späteren Farbton ist, sei dabei von zwei Faktoren abhängig. Zum einen geben mittlerweile viele Lackhersteller einen geeigneten Untergrundfarbton zur Erzielung des richtigen Farbtons vor, zum anderen ist aber auch die Erstellung eines Aufspritzmusters unerlässlich, um sich an den richtigen Farbton heranarbeiten zu können. Laut Ralf Ertle könne der Lackierer seine Spraydosen-Grundierung direkt auf den Helligkeitsgrad der späteren Basis- beziehungsweise Decklackierung anpassen, um materialsparend, effizient und prozesssicher zu arbeiten. „Gerade auch für den Farbtonangleich ist der Einsatz des richtigen Untergrundfarbtons besonders wichtig und kann das spätere Lackierergebnis deutlich beeinflussen“, ergänzt der Anwendungstechniker abschließend.