2021-11-16T13:14:22+0000

Zusatzgeschäft: Fahrerassistenzsysteme nachrüsten und Ertrag steigern

Laut dem von DEKRA im Sommer veröffentlichten Verkehrssicherheitsreport bewerteten 83 % Autofahrer eine Unterstützung durch Assistenzsysteme als gut oder sehr gut. Demnach ist die Einparkhilfe das mit Abstand am häufigsten genutzte Sicherheitssystem. Doch gerade ältere Fahrzeugmodelle verfügen häufig nicht über derartige Fahrerassistenzsysteme. Und eben diesen Faktor können sich K&L-Betriebe zu Nutze machen, weiß Michael Wendt vom Erstausrüster Valeo. „Werkstätten können ihren Kunden aktiv das Nachrüsten von Komfort- und Sicherheitssystemen anbieten, um zusätzliches Geschäft zu generieren“, betont der Technische Trainer von Valeo Service Deutschland. ## Für alle Fahrzeugtypen geeignet Der Erstausrüster Valeo verfügt beispielsweise über verschiedene Park-, Totwinkel-, Licht- und Geschwindigkeitsassistenzlösungen im Sortiment, die allesamt nachträglich verbaut werden können. Die Systeme ließen sich dabei in nahezu jeden Fahrzeugtyp installieren, so z.B. auch in Transporter und Wohnmobile. „Wir bieten zum Beispiel sechs Parkassistenzsysteme für den Front- und Heckeinbau. Die Sensoren werden per Bohrung in den Stoßfänger eingelassen und anschließend per Kabel mit dem Steuergerät verbunden.“ Der Experte rät jedoch, das Steuergerät des Parkassistenzsystems nicht in unmittelbarer Nähe zu anderen Steuergeräten zu montieren, da es sonst zu Störungen kommen könnte. Auch ist unbedingt darauf zu achten, so Michael Wendt, „dass eine optimale 12 V Spannungsversorgung und ein ‚sauberes‘ 12 V Rückwärtsgangsignal – kein CAN BUS – als Steuerleitung verwendet wird.“ ## „Verbau dauert nicht länger als 3 Stunden“ Die Montage-Kits beinhalten laut Aussage des Experten immer eine umfassende Schritt-für-Schritt Anleitung, Anschlussplan, Lackierhilfe und alle notwendigen Befestigungs- und Anschlussmaterialien, wodurch der Einbau für Fachleute verhältnismäßig einfach zu bewerkstelligen sei. „Bei entsprechender Erfahrung dauert der Verbau nicht länger als 3 Stunden“, so Michael Wendt. Parallel zu den enthaltenen Anleitungen stellt Valeo den Werkstätten auf seiner TechAssist-Website verschiedene Videoworkshops zur Verfügung, in denen Tipps zum Einbau gegeben werden. „Selbstverständlich hilft auch unsere technische Hotline bei Fragen gern weiter“, ergänzt Michael Wendt. ## Nachrüstung vor allem bei Autohäusern beliebt Im Gespräch mit schaden.news erklärt der Valeo-Trainer Michael Wendt, dass aktuell vor allem Autohäuser die Möglichkeit nutzen, Fahrzeuge nachzurüsten, um diese anschließend zu einem höheren Preis verkaufen zu können. Doch auch Werkstätten erkennen zunehmend das Potenzial, das die Nachrüstung für sie bereithält. „Der Kaufpreis für die Systeme liegt im zweistelligen bzw. unteren dreistelligen Bereich und die Montage ist wie gesagt, schnell erledigt. Werkstätten können hier also durchaus einen vernünftigen Ertrag erwirtschaften“, so der Fachmann.
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