2021-02-17T10:08:04+0000

ZKF-Branchenbericht 2019: Positive Entwicklung bei Umsatz, Gewinn und Mitarbeitern

Traditionell wertet der Zentralverband Karosserie- und Fahrzeugtechnik (ZKF) zu Beginn jeden Jahres die betriebswirtschaftliche Lage der Karosserie- und Fahrzeugbau-Branche aus. Im Februar veröffentlichte der Verband nun den Branchenbericht für das Jahr 2019 – das entgegen den Ergebnissen in 2018 wieder für mehr Gewinn bei den Werkstätten sorgte. ## Besseres operatives Ergebnis Nachdem das operative Ergebnis (EBITDA) 2018 um 0,7 Prozent sank – und für weniger Gewinn sorgte – stieg der Wert im Geschäftsjahr 2019 wieder um 0,8 Prozentpunkte auf insgesamt 5,5 Prozent an. In konkreten Zahlen bedeutet dies ein Anstieg auf 109.594 Euro. Die positive Entwicklung sei laut ZKF-Branchenbericht „auf eine gestiegene Produktivität und höhere Ersatzteilpreise in den Unternehmen zurückzuführen.“ ## Mehr Mitarbeiter – Positivtrend setzt sich fort Mit durchschnittlich 11 Mitarbeitern pro Betrieb stieg auch der Anteil der produktiv Beschäftigten um 0,4 Mitarbeiter weiter an. Einen noch höheren Zuwachs verzeichnete der Branchenbericht bei den unproduktiven Beschäftigten: Hier stieg der Anteil um 0,8 auf 7,3 Beschäftigte pro Betrieb. Das Ergebnis „bestätigt den Trend der letzten Jahre, dass sich durch den steigenden Anteil der Schadenslenkung der Verwaltungsaufwand mit unproduktiven Mitarbeitern kontinuierlich erhöht“, heißt es im Branchenbericht des ZKF. Im Durchschnitt beschäftigten die Unternehmen 2019 18,3 Mitarbeiter und 3,4 Auszubildende, 0,5 Auszubildende mehr als noch im Vorjahr. ## Personal- und Materialkosten steigen weiter Mit der steigenden Anzahl der Beschäftigten gehen auch erhöhte Personalkosten einher. Diese machten 2019 37,9 Prozent der Betriebsleistung aus – 8 Prozent mehr als noch 2018. Mit 36,9 Prozent steigt auch der Materialeinsatz weiter und ist damit der zweitgrößte Kostenfaktor in der Betriebsleistung. Der sonstige Aufwand fiel hingegen leicht auf 19,7 Prozent. ## „Pkw-Kundendienst als zusätzliches Standbein“ Auch der Gesamtumsatz erhöhte sich 2019 um 11,2 Prozent auf insgesamt 2.011.624 Euro (2018: 1.808.230 Euro). Bei den Umsatzanteilen dominiert weiterhin die Pkw-Reparatur einschließlich der eingebauten Ersatzteile. Der Anteil Pkw-Kundendienst stieg gegenüber dem Vorjahr von 4,8 Prozent auf 6,4 Prozent des Gesamtumsatzes. Laut ZKF versuchen die Unternehmen „mit dem Anteil Pkw-Kundendienst ein zusätzliches Standbein aufzubauen.“ ## Für die Zukunft aufstellen Abschließend gibt der Branchenbericht einen Ausblick auf Zukunft. Demnach stehen
Betriebe – neben den coronabedingten Problemen – künftig weiterhin vor großen Herausforderungen. Zu den größten gehöre laut ZKF die sich immer rasanter entwickelnde Automobiltechnik. Deshalb seien „Investitionen in neue Mess- und Diagnosegeräte mit aktueller Software, die Einrichtung eines Aluminiumarbeitsplatzes oder die regelmäßige Schulung der Fachkräfte im Umgang mit den neuen Techniken“ notwendig, resümieren die Friedberger. Aber auch der Fachkräftemangel, die Digitalisierung und die Unternehmensnachfolge stellen die Mitgliedsbetriebe weiterhin vor viele Herausforderungen. ## Hier kostenfrei herunterladen [Den kompletten ZKF Branchenbericht 2019 können Sie sich hier kostenfrei herunterladen.](https://schaden.news/download/link/3PQv)
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