2020-09-11T09:18:43+0000

„In zwei verschiedenen Welten unterwegs“

Welche Folgen hat die Corona-Krise für den Unfallschadenmarkt. Der Schadentalk in diesem Jahr beschäftigte sich mit den Auswirkungen der Pandemie. Im Mittelpunkt der Diskussion stand auch die Entwicklung des Reparaturvolumens und die Verantwortung der Schadensteuerer für entgangenes Reparaturgeschäft gerade zu stehen. Deutlich wurde beim Schadentalk, dass es in der Zusammenarbeit zwischen Schadensteuerern und Partnerwerkstätten knirscht. Gerade was den Umgang miteinander angeht, scheinen sich Steuerer und Betriebe bei der Wahrnehmung von Problemen in unterschiedlichen Welten zu befinden. ## Vertrauen in die Digitalisierung Das wichtigste Zukunftsthema der Branche wird sicher die Digitalisierung. Auch das wurde bei der dreistündigen Diskussion in Dresden klar. Hier liegen viele Chancen, aber auch Risiken. Es wird vor allem an Entwicklern wie Audatex AUTOonline, Gudat Solutions, DAT und auch KSR liegen, ob es zu einer durchlässigen, webbasierten Schadenkommunikation kommt, die den administrativen Aufwand in den Betrieben tatsächlich reduziert. Entscheidend wird jedoch sein, wie Kfz-Versicherer und Schadensteuerer mit der Digitalisierung umgehen. ## Allianz routet Unfallschäden nach SPN Preis-Index Beim Schadentalk kam auch ein Vorgang zur Sprache, der zeigt wie es nicht laufen kann. Die Allianz Versicherung steuert über das SPN-Werkstattportal Reparaturaufträge offenbar bevorzugt an Partnerwerkstätten mit dem günstigsten Stundensatz. Dieses Vorgehen sorgt für Kopfschütteln in der Branche und zeigt, wie man mit Digitalisierung nicht umgeht.
Christian Simmert
Lesens Wert

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