2020-09-07T08:58:47+0000

„Drei Jobs in 27 Minuten“

Für die Anwendung der neuen Decklackreihe 100 hat Glasurit den Applikationsprozess nach eigenen Angaben völlig neu entwickelt. Dieser basiert auf einem Nass-in-Nass-Lackierverfahren. „Im Standardprozess sind eigentlich drei Spritzgänge mit je einer nachgelagerten Ablüftzeit vorgesehen. Bei der Reihe 100 besteht der Nass-in-Nass-Prozess aus zwei Spritzgängen, die direkt hintereinander folgen. Erst danach ist ein Ablüftvorgang erforderlich“, erklärt Michael Uhlenbrock, Technical Sales Support bei Glasurit. ## Durchschnittlich 35 Prozent Zeiteinsparung In der Folge verkürzen sich laut dem Experten die Prozesszeiten in der Werkstatt deutlich: „Im Vergleich zu bestehenden Basislacklinien auf dem Markt können Kunden Einsparungen von durchschnittlich 35 Prozent in den Gesamtprozesszeiten durch schnellere Anwendung und kürzere Ablüftzeiten erwarten“, heißt es dazu bei Glasurit konkret. Neben der Zeitersparnis ermögliche der neue Applikationsprozess auch eine Materialersparnis. Diese liege bei bis zu 36 Prozent gegenüber anderen gängigen Decklacksystemen auf dem Markt. Zudem lassen sich die Materialien der Reihe 100 für 48 Monate lagern. Bereits angemischtes Material könne bis zu acht Stunden aufbewahrt werden. „Dadurch wird Abfall reduziert“, erklärt Michael Uhlenbrock. ## Neues Produkt für schnellere Neuteil-Lackierung Speziell für die Neuteillackierung hat Glasurit im Rahmen der neuen Decklackreihe zudem das neue Produkt 100-MPT entwickelt. „Bei diesem Mehrzweck-Tonfüller ist kein Vorschliff notwendig. 100-MPT wird direkt auf das gereinigte Original-Karosserieteil aufgetragen. Das erspart einen ganzen Arbeitsschritt“, führt Michael Uhlenbrock aus. Da mehr und mehr Aufträge in der Lackierkabine eine Neuteillackierung beinhalten, erhöhe sich durch diesen Spezialprozess der Durchsatz in der Werkstatt deutlich. „Dadurch trägt die Reihe 100 dazu bei, sich mit seinem Geschäft profitabler aufzustellen.“ ## Vergleichstest mit Standardprozess verdeutlicht Einsparpotenzial In Benchmarktests von Glasurit, zeigt sich im Vergleich zu bisher marktüblichen Standardprozessen der Mehrwert, den die Reihe 100 bietet. Dies verdeutlicht Michael Uhlenbrock an einem Beispiel: „Während in der einen Kabine eine Neuteil-Lackierung einer Motorhaube mit dem bisher marküblichen Prozess durchgeführt wurde, bearbeitete der Kollege in der Kabine nebenan mit der Reihe 100 zeitgleich eine Neuteil-Lackierung, eine Beilackierung am Kotflügel eines Mercedes mit dem Beispritzlack sowie eine Dreischicht-Lackierung Mazda 41V“, berichtet der Experte. ## Verbesserte Handhabung Zur neuen Reihe 100 gehören 90 Basisfarben, vier Mischlacke – je zwei für Metallic- und für Uni-Farbtöne – zwei Einstellzusätze sowie zwei Additive und ein Härter. Bei der Entwicklung der neuen Decklackreihe hat Glasurit nach eigenen Angaben auch die Handhabung im Blick gehabt und verbessert: „Die Basisfarbenkonzentrate haben beispielsweise ein völlig anderes Fließverhalten als unsere Lackierer das bisher gewohnt sind. Das Material ist sehr homogen, einfach aufzurühren und lässt sich auch schnell und einfach auf dem Fahrzeug applizieren. Diese Einfachheit bei der Applikation trägt ebenfalls zu kürzeren Prozesszeiten bei“, erklärt Experte Michael Uhlenbrock. Zudem komme die neue Decklackreihe mit weniger Pigmenten aus. „Das erhöht die Beilackierfähigkeit des Materials“, erklärt der Fachmann. Alle gängigen Lackierpistolen sind nach Angaben von Glasurit für die Applikation des Materials freigegeben.
Ina Otto
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