2020-08-19T08:04:10+0000

Produktion Inside der Gläsernen Manufaktur von Volkswagen

Für ein Interview mit dem Leiter der Unternehmenskommunikation von Volkswagen Sachsen, Dr. Carsten Krebs, hat schaden.news Ende Juli einen exklusiven Blick in die Produktion der Gläsernen Manufaktur in Dresden geworfen. Dort wird künftig der neue ID.3 gefertigt – das erste Fahrzeug der ID. Familie, mit der sich der Fahrzeughersteller die Marke Volkswagen neu ausrichtet. ## „Elektromobilität ist alternativlos“ In dem exklusiven Video-Interview erklärt der Unternehmenssprecher: „Elektromobilität ist die einzige Möglichkeit, um schnell und nachhaltig CO² zu reduzieren. Bis Ende des Jahres dürfen Fahrzeug-Flotten in EU-Ländern nur noch durchschnittlich 95g/km ausstoßen. Die ersten europäischen Staaten wollen ab 2025 beziehungsweise 2030 keine Fahrzeuge mit Verbrenner-Motor mehr zulassen – deshalb ist der Weg in die Elektromobilität kurzfristig alternativlos.“ Rund 33 Milliarden Euro investiere der Konzern in den nächsten Jahren in die Elektromobilität. Ziel von VW sei, so Carsten Krebs, bis zum Jahr 2025 zwischen 2,5 und 3 Millionen reine Elektrofahrzeuge pro Jahr im Konzern auf den Markt zu bringen. ## Umbau in der Gläsernen Manufaktur in Dresden Gefertigt wird das erste Fahrzeug der ID.3 derzeit im sächsischen Zwickau. In Dresden soll das Elektrofahrzeug ab 2021 vom Band rollen. „Wir haben die Werksferien genutzt, um mit dem Umbau der Produktion zu starten – damit zum Jahreswechsel direkt mit der Fertigung des ID.3 begonnen werden kann.“ ## Ausbau der Ladeinfrastruktur Mit Blick auf die Mobilitätswende sei der Ausbau der Ladeinfrastruktur die größte Herausforderung, betont Dr. Carsten Krebs im Gespräch mit Chefredakteur Christian Simmert. Volkswagen selbst unternehme im Rahmen seiner Möglichkeiten viel, sei im Kern, so der Unternehmenssprecher „auf ein Hand-in-Hand-Gehen mit Politik, Wirtschaft und auch Kommunen“ angewiesen. „Wir haben das Gefühl, dass durch das Konjunkturprogramm ein enormer Push Richtung E-Mobilität stattfindet.“ ## Wasserstoff und Co. Als international agierendes Unternehmen investiere der VW-Konzern dennoch weiterhin in andere Antriebe, wie Hybrid- oder Wasserstoff-Fahrzeuge. „Mit Blick auf die Absatzmärkte in Südkorea und Japan setze wir auch auf Wasserstoff. Die Kompetenz für Wasserstoffzellen liegt innerhalb der Volkswagen AG bei Audi. Auch dort werden wir in den nächsten Monaten von uns hören lassen“, so Dr. Carsten Krebs.
Carina Hedderich
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