2020-09-02T11:41:27+0000

Datenschutz: Diese Fehler sollten Betriebe vermeiden

"Seit zwei Jahren hat sich die Aufsichtsbehörde vor allem mit den großen Unternehmen beschäftigt – inzwischen haben sie ihre Kapazitäten erweitert und nehmen auch kleinere Firmen ins Visier", erklärt Oktay Durmaz, Geschäftsführer bei KAROparts Werkstattservice. Das Unternehmen ist in der Branche eigentlich für seine bundesweit aktive Originalersatzteile-Plattform und als Lieferant von Werkstattausrüstung bekannt, bietet seit Kurzem aber auch Dienstleistungen bei der Umsetzung der DSGVO an. "Wir haben die Branchenerfahrung und wissen, wo es im Werkstattalltag zu Fallstricken bei der Einhaltung der DSGVO kommen kann", begründet Oktay Durmaz. ## Bis zu 20 Millionen Euro Strafe Denn Fakt ist: Wer gegen die Datenschutzgrundverordnung verstößt, für den kann es teuer werden: "Die Strafen reichen bis zu 20 Millionen Euro – oder bis zu 4 Prozent des weltweiten Jahresumsatzes", betont der Experte und fügt hinzu: "Es haftet in jedem Fall der Geschäftsführer als Verantwortlicher." Deshalb appelliert er an die Werkstätten: "Beschäftigt Euch mit diesem Thema!" ## "Der Datenschutzverstoß erfolgt oft unbewusst" Der KAROparts-Geschäftsführer beobachtet beim Umgang mit dem Datenschutz immer wieder die gleichen Fehler: "Die Mitarbeiter sind nicht geschult, der Datenschutzverstoß erfolgt oft unbewusst, indem personenbezogene Daten weitergegeben werden." Seiner Erfahrung nach seien es vor allem die kleinen Betriebe, die das Thema im Werkstattalltag zu lax behandeln. "Diese Betriebe haben oftmals keine Zeit oder ihnen fehlt die notwendige Unterstützung durch Profis", berichet Oktay Durmaz. Die sei nötig, ist der Experte sich sicher. Denn: "Ein komplettes Konzept zur DSGVO lässt sich nicht in einem vierstündigen Kurs oder durch einen Praktikanten umsetzen." ## Von der Sensibilisierung bis zur Rundum-Schulung Daher bietet KAROParts Werkstattservice K&L-Betrieben gemeinsam mit einem zertifizierten Datenschutzbeauftragten verschiedene Pakete zur Unterstützung an. "Das Anfänger-Paket dient beispielsweise dazu, die Mitarbeiter für das Thema Datenschutz zu sensibilisieren", erklärt Mehmet Bulut, der die einzelnen Schulungen im Auftrag von KAROParts mit und teilweise auch in den Betrieben durchführt. Für Mitarbeiter, die die DSGVO im Betrieb umsetzen müssen – sogenannte Datenschutzkoordinatoren – schult das KAROParts-Team ebenfalls. "Für diese Schulung sind aber schon Grundkenntnisse rund um den Datenschutz erforderlich", erläutert Mehmet Bulut. Für eine umfassende Schulung aller Mitarbeiter steht auch ein Vor-Ort-Schulungspaket zur Verfügung. ## Wo liegt der Vorteil eines externen Datenschutzbeauftragten? Oktay Durmaz weist darauf hin, dass ab 20 Mitarbeitern im Betrieb, die mit personenbezogenen Daten arbeiten, ein Datenschutzbeauftragter vorgeschrieben ist. "Wählt der Geschäftsführer hier einen internen Mitarbeiter, so ist dieser unkündbar", betont der Experte. Daher seien viele K&L-Betriebe geneigt, für diese Aufgabe auf externe Profis zurückzugreifen. Diesen können Werkstätten ebenfalls mit Mehmet Bulut in den Betrieb einbestellen. "Der Datenschutzbeauftragte analysiert und überwacht die
laufenden Datenverarbeitungsprozesse und prüft Einhaltung der Richtlinien, die zur Sicherstellung des Datenschutzes erforderlich sind", berichtet der Datenschutzbeauftragte von seiner Arbeit. Zudem berät er die Verantwortlichen im Betrieb, welche Pflichten sie nach DSGVO beachten müssen. "Die Unterstützung des Betriebs bei der Umsetzung dauert im Schnitt zwischen zwei und fünf Tagen – teilweise direkt vor Ort", erklärt Mehmet Bulut abschließend. Mehr Details zu den einzelnen Datenschutzpaketen, die KAROParts Werkstattservice für K&L-Betriebe entwickelt hat, erhalten Sie in der Infobox links.
Ina Otto