2020-04-08T12:15:07+0000

Werkstattnetz G.A.S. fokussiert E-Mobilität

Zahlreiche Betriebe zögern noch, ihre Mitarbeiter mit Zusatzqualifikationen auf das Geschäft mit der Elektromobilität vorzubereiten. Ein Fehler, ist Nico Kuhnke überzeugt. Er ist Leiter des Werkstattnetzes Global Automotive Services GmbH (G.A.S.), ein Fullservice-Dienstleister für Autoservice in Essen. Mittlerweile 1.700 Werkstätten sind Partner des G.A.S.-Werkstattnetzwerks. „Elektromobilität kommt nicht irgendwann, die E-Mobilität ist längst da“, erklärt Nico Kuhnke. „Die Auftragslage für E-Fahrzeuge ist in den vergangenen Jahren immer weiter angewachsen. Und deshalb müssen wir unser Werkstattnetz weiter auf das Thema E-Mobilität spezialisieren. Bereits jetzt ist der Großteil des Werkstattnetzes für Arbeiten an Hochvoltfahrzeugen qualifiziert. Ende 2020 sollen es 800 sein.“ ## G.A.S. bietet Hochvoltschulungen an G.A.S. unterstützt seine Partnerbetriebe dabei, sich auf das Geschäft der Elektromobilität vorzubereiten. In den fünf Schulungszentren der G.A.S.-Akademie in ganz Deutschland lehren Experten Hochvolttechnik. Nach den aktuell geltenden Richtlinien der Berufsgenossenschaft (DGUV-I 200-005) existieren drei Ausbildungsstufen. Auf Stufe eins lassen sich Teilnehmer zur „elektrotechnisch unterwiesenen Person“ ausbilden. Sie dürfen nach diesem Abschluss Elektrofahrzeuge bedienen und unter anderem Karosserie-Instandsetzungsarbeiten neben den Hochvoltleitungen durchführen. Stufe zwei geht einen Schritt weiter: Teilnehmer lernen während dieser Ausbildung das Arbeiten an Hochvoltsystemen – etwa die Herstellung von Spannungsfreiheit. Die dritte Stufe der Ausbildung befähigt Teilnehmer schließlich zu Arbeiten am Hochvoltsystem unter Spannung. ## Anfangsinvestition für Schulungen und Werkzeuge beträgt rund 5.000 Euro Auf dem Weg zum Elektroprofi steht das Werkstattnetz G.A.S. seinen Partnerbetrieben beratend zur Seite. Auch bei der Wahl der Werkzeuge für Elektroautos. K&L Betriebe erhalten zudem Zugang zu einer webbasierten Plattform, die Informationen bereitstellt, um sich mit E-Fahrzeugen modellspezifisch auseinanderzusetzen – von Ersatzteilen bis hin zu Arbeitswerten. Und die Kosten? „Ein Betrieb, der von Null startet, kann mit einer Investition von unter 5.000 Euro in Hochvolt-Schulungen und Werkzeuge das Fundament legen, um vom wachsenden Markt der E-Mobilität zu profitieren." ## 2022 rollen laut Bundesregierung eine Million E-Fahrzeuge auf den Straßen Der Vormarsch der Elektromobilität wird die Karten im Schadenmanagement neu mischen. Daran hat Nico Kuhnke keinen Zweifel. „Die Bundesregierung verfolgt das Ziel, bis 2022 eine Million Elektrofahrzeuge auf die Straße zu bringen. Immer mehr Unternehmen, Städte und Gemeinden erweitern ihre Fuhrparks um Elektroautos. Entsprechend wächst der Bedarf an qualifizierten K&L Betrieben“, betont Nico Kuhnke. G.A.S. ist bereits Partner eines großen deutschen Logistikunternehmens. „Betriebe
dürfen das Thema E-Mobilität nicht aussitzen. Sie müssen jetzt in die Hochvolt-Schulungen der Mitarbeiter und in Equipment investieren. Damit sichern die Unternehmen ihre Wettbewerbsfähigkeit.“ ## Geschäft läuft auch in Corona-Krise weiter Die Global Automotive Service GmbH (G.A.S.) hält in der Corona-Krise den Geschäftsbetrieb aufrecht. „Im Zuge der Partnerschaft zu großen Logistikunternehmen und Paketstationen und als Fuhrparkpartner für Pflegedienste, soziale Einrichtungen und Verkehrsdienstleister wie Taxiunternehmen ist Global Automotive Service ein systemrelevantes Unternehmen“, erklärt G.A.S.-Chef Andreas Brodhage. „Unabhängig künftiger politischer Entscheidungen wird unser Netzwerk zur Aufrechterhaltung des öffentlichen Lebens nach aktuellem Status auch weiterhin in vollem Umfang tätig sein.“ Alle Netzwerkpartner aus Werkstätten und Teileindustrie sowie die Gesellschafter würden weiterhin Teile liefern und Aufträge steuern.
Patrick Schröder