2020-03-25T15:11:33+0000

Bleiben wir zuversichtlich!

In unserer Redaktion schlagen in diesen Tagen stündlich unglaublich viele Informationen auf. Wir fassen die wichtigsten Nachrichten für Sie zusammen und veröffentlichen tagesaktuelle Meldungen in unserem [+++ Corona-Ticker +++](https://www.schaden.news/de/article/link/41530/corona-ticker-landingpage). Entscheidend für uns als Nachrichtenmagazin ist, dass Sie in dieser sich sehr dynamisch entwickelnden Situation einen branchenspezifischen aktuellen Überblick erhalten. Deshalb haben wir in dieser Woche auch unsere Blitzumfrage zur Auswirkung der Corona-Krise gestartet. Die Teilnahme war überwältigend. Mehrere hundert Werkstätten haben gestern ihre Einschätzung abgegeben. Für Ihre Beteiligung bedanken wir uns sehr herzlich! [Schon heute veröffentlichen wir nun die Ergebnisse unserer Umfrage.](https://schaden.news/de/article/link/41557/auswertung-umfrage-corona) Die gute Nachricht zuerst: Zwei Drittel der befragten Unternehmen geht zuversichtlich mit der Krise um. Allerdings rechnen auch 75 Prozent mit Umsatzeinbußen, ein Viertel sogar mit einem Auftragsrückgang von 40 Prozent oder mehr. Tatsächlich sind diese Sorgen mehr als berechtigt. Denn auch in dieser Woche berichten wir wieder über den [dramatischen Auftragsrückgang bei Schadensteuerern](https://schaden.news/de/article/link/41558/corona-krise-schadenbranche-startet-hilfsmassnahmen), der als Frühindikator künftige Entwicklungen in den Betrieben vorwegnimmt. Steuerer und Kfz-Versicherer selbst treibt die Sorge um, ob ihre Werkstattnetze die Krise überleben. Daher schnüren nun HUK-Coburg, Innovation Group und EUROGARANT Hilfspakete. Doch diese Maßnahmen werden wohl kaum reichen. Denn der Absturz im Unfallreparaturgeschäft wird vermutlich tief und die Landung hart. Klar ist: Es kommt nun darauf an, wie lange die Krise tatsächlich dauert. Für die Auftragslage im April sieht es allerdings schon jetzt eher düster aus. Viele Betriebe bauen derzeit zwar noch den Auftragsrückstau ab, es kommen aber kaum neue Reparaturaufträge nach. Angekündigte Maßnahmen wie die Bezahlung der Werkstattrechnung bei Reparaturbeginn sind deshalb zwar gut gemeint. Doch wenn es bald nichts mehr instand zu setzen gibt, bleibt dieser Hebel wirkungslos. [Vor allem auch dann, wenn erste Ersatzteile nicht mehr geliefert werden können – wie gestern Emil Frey mitteilte.](https://schaden.news/de/article/link/41559/emil-frey-schraenkt-toyota-teileversorgung-ein) Kfz-Versicherer, Steuerer und Verbände müssen jetzt viel beherzter handeln, sich zusammensetzen und einen echten Rettungsschirm für K&L-Betriebe aufspannen. Denn dauert die Corona-Krise zu lange, könnte dies dauerhaft dramatische Folgen für die Reparaturkapazitäten in Deutschland haben. Im gesteuerten Schadengeschäft sollte jetzt sofort zumindest die Abrechnung zu regulären Stundensätzen vereinbart werden. Das wäre ein echter Beitrag, um die Liquidität der Betriebe, solange es noch geht, wirklich zu stabilisieren. Es wäre auch ein starkes Signal, das in der Krise zuversichtlich stimmt. Passen Sie auf sich auf und bleiben Sie gesund!
Christian Simmert
Lesens Wert

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