2019-07-10T09:10:21+0000

Freier Markt im Zugzwang

Kürzlich waren wir mit dem Kabinenhersteller WOLF in Norddeutschland unterwegs und konnten erstmals einen Blick hinter die Kulissen der Volkswagen Lackier- und Karosseriezentren werfen. Heute veröffentlichen wir unser erstes Video, das wir bei der Schmidt + Koch Gruppe in Bremen gedreht haben. [In dem Clip zeigen wir exklusive Aufnahmen, die eindrucksvoll darstellen, wie das immense Reparaturvolumen bei VW abgearbeitet wird.](https://schaden.news/de/article/link/41154/karosserie-und-lackierzentrum-schmidt-koch-bremen-wolf) In der Schmidt + Koch Gruppe sind es 6.000 Unfallschäden im Jahr. Gerade freie K&L-Betriebe dürfte interessieren, wie die Abläufe dort organisiert sind. Vor dem Hintergrund immer komplexerer Fahrzeuge, dem wachsenden Anteil herstellerspezifischer Elektronikbauteile und mehr Kalibrierungsaufwand wird es für den freien Markt künftig immer schwieriger, Schritt zu halten. Jahrelang wurde das Konzept der Lackier- und Karosseriezentren in der Branche hinter vorgehaltener Hand nicht wirklich ernst genommen. Jetzt scheint die Strategie offenbar aufzugehen und setzt damit den Unfallreparaturmarkt weiter unter Druck. Nicht zuletzt auch aufgrund des Fachkräftemangels. Denn scheinbar finden Mitarbeiter einen Arbeitsplatz wie bei der Schmidt + Koch Gruppe attraktiver als in K&L-Betrieben. Auch Schadenmanager und Kfz-Versicherer haben die Entwicklung im Blick und feilen an ihren Werkstattnetzen mit Markenwerkstätten, trotz vergleichsweise hohen Stundensätzen.
Christian Simmert
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