2018-12-12T12:32:42+0000

Neues Schleifsystem: Weniger Beifall, weniger Rückläufer

Entstehen während der Lackvorbereitung zu große Rautiefen, kommt es beim Finish häufig zu unschönen Beifallerscheinungen. Selbst einige Wochen später können sich über den fehlerhaft bearbeiteten Spachtel- und Füllerstellen noch eingefallene und glanzlose Zonen bilden. Die Beseitigung bedeutet für den Karosserie- und Lackierbetrieb einen erheblichen Mehraufwand an Material und Arbeitszeit, da die betroffenen Areale angeschliffen, mit Füller isoliert und anschließend erneut lackiert werden müssen. ## Finish-Qualität entscheidet sich bei der Lackvorbereitung Um solche zeit- und kostenintensiven Rückläufer zu vermeiden, kommt es darauf an, während der gesamten Lackvorbereitung sichere Prozessresultate zu erzielen. Bei der Entwicklung des Schleifsystems 1958 siapro von sia Abrasives wurde daher auf eine präzise aufeinander abgestimmte Kornfolge gesetzt, bei der jedem Arbeitsschritt genau eines von vier Schleifmitteln entspricht. Vor dem Spachtelauftrag setzt der Lackierer siapro 100 und siapro 200 für den Spachtelschliff ein. Vor dem Füllerschliff kommt siapro 300, für den Füllerendschliff siapro 400 zum Einsatz. Durch die optimierte Kornqualität und -abstufung kann Lackierer beim letzten Arbeitsgang auf ein vorheriges Verfeinern des Füllers verzichten und so rund ein Fünftel der Arbeitszeit einsparen. ## Sanfte Übergänge mit der 800er und 1000er Körnung Zum Mattieren der Einlackierzone vor dem Auftrag von Basis- oder Klarlack ergänzen die
beiden siapro Schleifmittel in der 800er und 1000er Körnung das System. Beide Versionen eignen sich für den Einsatz bei besonders harten und kratzfesten Lacken und bieten eine konstant hohe Abtragsleistung bei langen Standzeiten. Durch seine druckausgleichende Schaumstoff-Spezialdämmung ermöglicht das Feuchtschleifmittel siapro 1000 auch auf konturierten Bauteilen und Profilen eine gründliche und zugleich kratzerfreie Mattierung. Ist ein zusätzliches Entfernen der Struktur des Klarlacks erforderlich, sollten Lackierer auf das folienbasierte siapro 800 zurückgreifen, um unerwünschte Lupeneffekte auszuschließen. In beiden Fällen können Übergänge und Randzonen so bearbeitet werden, dass eine Reparaturlackierung anschließend nicht mehr erkennbar ist.
Christoph Hendel