2018-11-14T12:47:33+0000

Korrosionsschutz vor Spachtel- und Abdichtarbeiten: Tipps vom Profi

„Korrosionsprozesse setzen auf verzinkten und unverzinkten Eisenmetalluntergründen sofort ein – allein schon durch Luftfeuchtigkeit. Deshalb sollte der Fachmann immer berücksichtigen, dass Polyester- und PE-Spritzspachtel auch nach dem Aushärten Feuchtigkeit aufnehmen", nennt Reimund Letz, Anwendungstechniker der Carlofon GmbH, gleich zu Beginn ein praktisches Beispiel. Die Folge: Die Feuchtigkeit unterwandert die Spachtelmasse und Korrosion entsteht am Untergrund. „Blanke Metalluntergründe müssen bei der Verarbeitung von Polyestermaterialien vorab isoliert werden", führt Reimund Letz aus. Hierfür empfiehlt der Experte den 2K Epoxy-Metallgrund. ## Wann ist Korrosionsschutz nötig – und wann nicht? Bei Epoxidharz-basierenden Spachtelmassen ist jedoch keine zusätzliche Korrosionsschutzmaßnahme erforderlich, sofoern der Auftrag direkt nach dem Schleifen erfolgt. Hier bietet sich beispielsweise der Carlofon-Metall-Spachtel an. „Das Produkt ist nicht hygroskopisch, nimmt also keine Feuchtigkeit auf. Dadurch wird Korrosionsbildung von vornherein vermieden", erklärt Reimund Letz. Auch Aluminium und Edelmetalluntergründe kommen dem Experten zufolge ohne Korrosionsschutzmaßnahmen aus. „Gespachtelt wird auf metallisch blankem Untergrund. Hierbei ist es wichtig, nicht mit herkömmlichen Bürstenschleifern vorzubereiten, sondern mit separaten Schleifwerkzeugen wie zum Beispiel Fächerscheiben", betont der Carlofon-Anwendungstechniker. ## Achtung bei Eisen oder verzinkten Eisenmetallen! Anders gestaltet sich hingegen die Verarbeitung auf Eisen und verzinkten Eisenmetallen. „Hier ist
vorher unbedingt eine Korrosionsschutzmaßnahme mit einem 2K-Epoxydprimer nötig", erklärt Reimund Letz. Denn bei Abdichtarbeiten verwendete Dichtmassen auf Polyurethan- oder MS-Polymer-Basis härten unter Aufnahme von Luftfeuchtigkeit aus. Als passendes Produkt empfiehlt der Experte den 2K Epoxy-Metallgrund mit Härter. „Das Produkt ist als Isolierung dünn auf den Untergrund aufzutragen, bevorzugt in einem geschlossenen Spritzgang", erklärt Reimund Letz. Wichtiger Expertentipp zum Schluss: „Blanke Karosserieflächen nicht über Nacht ohne schützende Grundierschicht stehen lassen!", rät Reimund Letz und ergänzt: „Grundsätzlich gilt: Bei allen Korrosionsschutzmaßnahmen sind im Vorfeld die Vorgaben des jeweiligen Automobilherstellers zu prüfen und einzuhalten." ## Unterstützung vor Ort Neben dem umfangreichen Produkt-Portfolio unterstützt die Carlofon GmbH Kunden auch durch Vorführungen vor Ort im Betrieb. Darüber hinaus bietet der Ausrüster Schulungen im Bereich Korrosions- und Unterbodenschutz, Kleben und Dichten sowie Spachteln und Füllern an. Zudem gehören Artikel zum Arbeitsschutz, beispielsweise Feinstaubmasken, Nitrilhandschuhe und Lackieranzüge zur Produktpalette, ebenso wie Werkzeuge, Pistolen und Verbrauchsmaterialien.
Ina Otto