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2017-06-20T11:52:13+0000
# 2016: Kleinschäden treiben Kosten in der Vollkasko Der Leasing-Anbieter Leasplan hat das Kfz-Versicherungsjahr 2016 für den deutschen Markt analysiert. Im vergangenen Jahr registrierte der Dienstleister in der Bundesrepublik knapp 27.000 Vollkasko- sowie knapp 17.000 Teilkaskoschäden, die Reparaturkosten verursachten. Gesamtfazit: Während die Aufwendungen in der Teilkasko leicht gesunken sind, stiegen die Kosten in der Vollkasko. Aus der Sicht des Dienstleisters verlief das vergangene Jahr damit ausgeglichen, da sich die beiden Entwicklungen in Summe gegenseitig aufgehoben haben. ## Teilkasko: weniger Schäden und geringere absolute Schadenkosten In der Teilkasko sind die durchschnittlichen Schadenaufwendungen laut der Leaseplan-Analyse im Vergleich zum Vorjahr um rund 6 Prozent auf 214 Euro gesunken. Als Gründe hierfür nennt der Leasing-Anbieter den leichten Rückgang über fast alle Schadenfrequenzen sowie eine deutliche Abnahme der Schadenkosten pro Fahrzeug in den Schadenkategorien Einbruch & Diebstahl, Totalentwendungen sowie Sturm & Hagel. Einziger deutlicher Kostentreiber in der Teilkasko waren 2016 die Diebstähle von Navigationsgeräten, wobei die durchschnittlichen Kosten pro Fahrzeug von 40 Euro auf 46 Euro stiegen. Die Zahl der Diebstähle blieb allerdings konstant. ## Vollkasko: Bagatellschäden als potenzieller Kostentreiber
In der Vollkasko sei die Entwicklung dem gegenüber weniger positiv verlaufen. So stiegen die Gesamtaufwendungen pro Fahrzeug in diesem Bereich um knapp 4 Prozent auf 446 Euro. In den absoluten Schadenaufwendungen pro Fahrzeug zeigte sich dies vor allem bei Rangierschäden: Dort lag das Schadenaufkommen zwar auf dem Niveau des Vorjahres, die Kosten pro Fahrzeug stiegen jedoch um fast 11 Euro. Auch bei den Auffahrunfällen verzeichnete Leaseplan einen Anstieg der Schadenkosten um 4 Euro pro Fahrzeug, wobei die Schadenfrequenz hier rückläufig war. Grund dafür sei vor allem die verbaute Technik, wie Abstandswarner oder Rückfahrkameras, die bei Parkremplern in Mitleidenschaft gezogen werden. „Bisherige Bagatellschäden können somit zum Kostentreiber werden“, erläutert Dieter Jacobs, Geschäftsleitung Fuhrparkmanagement bei Leaseplan Deutschland. ## Vollkasko: Steigende Tendenz zu mangelnder Aufmerksamkeit am Steuer In den Schadenkategorien „Fahrzeug setzte auf“ und „Fahrzeug ins Schleudern geraten“ stiegen die absoluten Kosten laut Leaseplan-Angaben zwar nicht besonders auffallend. Die prozentuale Schadenaufwendung je Fahrzeug nahm jedoch deutlich zu. Während Schäden, bei denen das Fahrzeug aufsetzte sich absolut nur um 1,30 Euro pro Fahrzeug verteuerten, nahmen die Schadenkosten pro Fahrzeug prozentual im Vergleich zum Vorjahr um 22 Prozent zu. Ein ähnliches Bild zeichnet sich in der Kategorie „Fahrzeug ins Schleudern geraten“ ab. Hier nahmen die absoluten Schadenkosten pro Fahrzeug um 3 Euro zu. Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die Schadenkosten pro Fahrzeug jedoch um 26 Prozent. „An diesen Beispielen aus der Vollkasko sehen wir, dass der Faktor „Fahrer“ eine bedeutende Rolle spielt. Schäden, die durch mangelnde Fahrzeugkontrolle beziehungsweise durch mangelnde Aufmerksamkeit am Steuer entstehen, könnten vermieden werden“, erklärt Dietrich Jacobs.
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