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2026-10-14T07:47:14+0000

Starke Frauen bei Hessen Craft Skills

Vergangene Woche Donnerstag und Freitag (9. und 10. Oktober) fanden in Weiterstadt die hessischen Craft Skills statt, der Landesleistungswettbewerb für das Berufsbild Fahrzeuglackierer. Erstmalig bestand das Teilnehmerfeld ausschließlich aus Frauen. Sechs Kandidatinnen mit demselben Ziel: ihr Bestes zu geben und bei der Deutschen Meisterschaft 2026 im November in Hilden an den Start zu gehen. ## Vier Aufgaben, die es in sich hatten Im BTZ der Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main ging es an zwei Tagen ums Ganze: Zunächst mussten die Teilnehmerinnen eine Nass-in-Nass-Lackierung eines Kotflügels in vier Farben durchführen. Da die Bauteile einen Transportschaden hatten, musste vorher mit UV-Füller und Spachtel gearbeitet werden. Die zweite Aufgabe an diesem Wettkampftag bestand in der Lackierung einer vorlackierten Platte nach vorgegebenem Layout. Am zweiten Tag stand zunächst eine Kleinschadenreparatur auf dem Programm: Ein Kotflügel sollte im Spot-Repair-Verfahren instandgesetzt werden. Vierte und letzte Aufgabe war die Design-Lackierung eines Kunststoffmodells nach freier Technik. ## Die Jury war beeindruckt „Es ist spannend, zu sehen, welche unterschiedlichen Stärken die Teilnehmerinnen mitbringen und ich bin beeindruckt, dass junge Menschen, direkt nach abgeschlossener Ausbildung, schon so viel leisten können“, meinte Alice Ruthard, Gebietsleiterin bei der Lackmarke Glasurit, die den Wettbewerb begleitete und anschließend gemeinsam mit Mariusz Dechnig (Fachzentrumsleiter bei Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main und Fahrzeuglackierer-Nationaltrainer) und Ralf Dressbach vom Verband Farbe Hessen die Arbeiten bewertete. Am Ende überzeugte eine Teilnehmerin die Jury ganz besonders: Laura Jünemann landete auf dem ersten Platz. Vize-Landesmeisterin Hessen wurde Anastasia Viktoria Mau. Den dritten Platz erkämpfte sich Ferei-Marie Schrodt. Fachzentrumsleiter Mariusz Dechnig zeigte sich im schaden.news-Gespräch zufrieden mit den Ergebnissen des Wettbewerbs und beeindruckt von so viel Frauenpower: „Es war schön zu sehen, wie konzentriert und motiviert alle sechs Teilnehmerinnen die Aufgaben umgesetzt haben. Die Ergebnisse des Spot Repair mit dem Farbtoneffekt Silber waren durch die Bank richtig gut, obwohl alle Kandidatinnen mit für sie bis dahin unbekanntem Material gearbeitet haben. Das zeigt, auf welch hohem Niveau ihr Können bereits ist.“ Mariusz Dechnig dankte gleichzeitig den Sponsoren des Landeswettbewerbs, Glasurit und Festool, für ihre Unterstützung.
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