2026-10-07T09:36:17+0000

KTI verstärkt Team im Bereich Fahrzeugdaten

Die zunehmende Bedeutung von Daten beschäftigt auch das Kraftfahrzeugtechnische Institut (KTI) inzwischen verstärkt. Welche Daten werden von Fahrzeugen generiert, wie kann auf Daten aus dem Event Data Recorder (EDR) zugegriffen werden und wie lassen sie sich für die Schadenanalyse nutzen? Unter anderem mit diesen Fragen setzt sich seit Juni Tim Biemüller auseinander. Der Projektingenieur verstärkt das Team des KTI und beschäftigt sich gezielt mit Fahrzeugdaten und deren Analyse. ## „Von der reinen Normen- und Datenwelt hin zu pragmatischen Lösungen“ „Ich freue mich sehr, Tim in unserem Team begrüßen zu können. Er verbindet praktische Erfahrung mit wissenschaftlichem Know-how. Gleichzeitig bringt er als junger Kollege mit seiner offenen Art frische Ideen und neue Perspektiven ein – genau die Impulse, die unser Team und unsere Entwicklung weiter voranbringen“, betont KTI-Geschäftsführer Helge Kiebach. Nach seiner Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker war Tim Biemüller zunächst für zwölf Jahre bei der Bundeswehr, bevor er 2021 ein Fahrzeugtechnik-Studium an der Fachhochschule in Esslingen am Neckar antrat. Seit Mitte des Jahres bringt er seine Expertise im Bereich der angewandten und praxisnahen Forschung in Lohfelden ein. „Mich reizt an diesem Job besonders, dass wir tagesaktuelle Themen auf dem Tisch haben, die die Branche umtreiben. Wir beschäftigen uns nicht nur mit der Theorie, sondern mit den handfesten Fragen, vor denen Werkstätten, Sachverständige und Versicherer stehen – von moderner Sensorik bis zur Datenanalyse nach einem Unfall“, betont er gegenüber schaden.news. Als Projektingenieur Schadenforschung steht das Thema Fahrzeugdaten – im speziellen der Event Data Recorder (EDR) – im Fokus seiner Tätigkeit. „Einerseits untersuche ich, wie sich die immer komplexeren Datenströme moderner Bordnetze im Schadenfall nutzen lassen. Andererseits möchte ich tief in die EDR-Materie einsteigen: Vom physischen Auslesen der Steuergeräte über die Analyse der Pre-Crash-Phase bis hin zur messtechnischen Plausibilisierung. Ziel ist immer, die Brücke zu schlagen: Von der reinen Normen- und Datenwelt hin zu pragmatischen Lösungen, mit denen der Schaden- und Reparaturmarkt draußen im Alltag etwas anfangen kann“, konkretisiert er sein Aufgabenfeld. ## Schadenforschung um weiteren Schwerpunkt ergänzt Das KTI erweitert mit der Personalie nicht nur sein Team, sondern auch die Schadenforschung in Lohfelden. Bisher standen schwerpunktmäßig die Karosserieinstandsetzung, Fahrerassistenzsysteme mit Diagnose und Kalibrierung sowie der Umgang mit verunfallten Elektrofahrzeugen im Fokus. Mit dem Bereich Fahrzeugdaten kommt nun eine Thematik dazu, die aufgrund der EU-Regulatorien und der technologischen Entwicklung immer mehr an Bedeutung gewinnt.
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