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2026-09-23T09:52:33+0000

Erfahrungsbericht: Vom Kfz-Mechaniker zum Unfallschadenmanager

Der gelernte Kfz-Mechaniker Manuel Schopf arbeitet bei der Emil Frey Mainfranken GmbH und ist seit 2022 als Serviceberater für Karosserie und Lack tätig. Um seine Kenntnisse in diesem Bereich zu vertiefen, hat er im vergangenen Jahr eine Weiterbildung zum Unfallschadenmanager absolviert. Die Fortbildungsreihe ist Teil der Workademie der Karosserie- und Fahrzeugbauer Innung Südbayern. Sie richtet sich laut den Initiatoren an alle Fachkräfte, die Verantwortung im Unfallschadenbereich übernehmen. Dabei spricht die Innung Südbayern ausdrücklich nicht nur potenzielle Teilnehmer in der eigenen Region an, sondern in ganz Deutschland. ## „Es gibt so viele Stolpersteine, die berücksichtigt werden müssen“ „Durch die Weiterbildung ist mir erst einmal bewusst geworden, was die Unfallschadenreparatur eigentlich alles mit sich bringt“, erklärt Manuel Schopf. Gerade im Vergleich zu Mechanikarbeiten gebe es beträchtliche Unterschiede. „Im Kfz-Bereich funktioniert ja alles innerhalb eines Tages, früh rein, abends raus. Bei der Karosserie- und Lackreparatur muss man mit einem deutlich größeren Zeithorizont planen.“ Von der Schadensaufnahme über den Kostenvoranschlag, die Kundenkommunikation und Ersatzteilbestellung: „Bevor die eigentliche Reparatur beginnt, gibt es so viele Stolpersteine, die man berücksichtigen muss.“ Ein großer Bestandteil dabei sind auch die Herstellervorgaben, die je nach OEM deutlich variieren und den Reparaturweg vorgeben. All diese Prozessschritte im Rahmen der Unfallschadenabwicklung beleuchten die Teilnehmenden der Weiterbildung zum Unfallschadenmanager in vier verschiedenen Modulen. Versicherungs und Schadensrecht, Fahrzeugtechnik und Schadendiagnose, Schadendokumentation und -kalkulation sowie Organisation, Auftragssteuerung und Kundenbetreuung werden in jeweils eintägigen Kursen behandelt. Im Anschluss legen die Teilnehmenden eine Prüfung ab. ## 3.000 gefahrene Kilometer, die sich gelohnt haben Insgesamt fünf Mal ist Manuel Schopf also für die Weiterbildung zum Unfallschadenmanager nach Forstinning bei München zum Betrieb Werner Frisch gefahren, wo die Kurse stattfanden. Fünf mal 300 Kilometer hin, 300 zurück. Macht insgesamt 3.000 Kilometer. „Die Fahrt hat sich definitiv gelohnt“, meint Manuel Schopf. Der nun zertifizierte Unfallschadenmanager betont: „Diese Weiterbildung hat meinen fachlichen Horizont noch einmal massiv erweitert. Ein wichtiger Pfeiler war dabei auch der persönliche Austausch mit den anderen Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Die Community ist wirklich extrem wichtig und wertvoll. In den Gesprächen haben wir schnell gemerkt: Wir sitzen im selben Boot und stehen oftmals vor den gleichen Herausforderungen.“ Rückblickend spricht Manuel Schopf eine klare Empfehlung für die Fortbildung aus: „Jeder, der diese Weiterbildung machen darf, kann sich glücklich schätzen.“