Von
 
2022-05-24T10:01:40+0000

Caravan- und Reisemobiltechnik: Wann können Betriebe für die neue Fachrichtung werben?

Unter der Fachrichtung „Caravan- und Reisemobiltechnik“ im Ausbildungsberuf „Karosserie- und Fahrzeugbaumechaniker/-in“ sollen ab August 2023 spezialisierte Fachkräfte für Herstellung, Wartung und Reparatur von Caravans und Reisemobilen ausgebildet werden. Was für viele Betriebe noch wie Zukunftsmusik klingt, bestimmt momentan den Berufsalltag von Robert Ziegler (ZKF Referatsleiter Berufsbildung) und Dierk Conrad (ZKF Geschäftsführer Nutzfahrzeuge). Denn der ZKF ist maßgeblich an der Erarbeitung des Rahmenplans für die betriebliche Ausbildung beteiligt. Daher bestimmen zahlreiche Sitzungen und Arbeitskreise mit Gewerkschaften, Sachverständigen und Vertretern der Ministerien die Arbeit der beiden Verbandsmitarbeiter. „Das ist ein Vollzeit-Job“, verdeutlicht Robert Ziegler. Er verdeutlicht: „Für die Entwicklung einer neuen Fachrichtung in der Berufsausbildung sind mindestens zweieinhalb Jahre intensive Vorbereitung notwendig.“ ## Trends der nächsten zehn Jahre einarbeiten Denn schließlich solle ein modernes, ansprechendes Berufsbild entwickelt werden, das auch bei den jungen Leuten ankommt und von ihnen angenommen wird. Gleichzeitig hangele man sich bei der Erarbeitung in einem engen Korsett an Vorgaben der Ministerien entlang. Und letztendlich spiele auch der enge Austausch mit der Automobilbranche eine wichtige Rolle: „Wir müssen jetzt schon die Trends erkennen, die in den kommenden zehn Jahren auf die Fachkräfte bei der Fahrzeugreparatur zukommen. Denn so lange ist die Ausbildungsverordnung mindestens inkraft. Was wir heute entscheiden, darf 2033 noch kein kalter Kaffee sein.“ ## Ministerien und Gewerkschaften prüfen Rahmenplan Momentan läuft das Neuordnungsverfahren für das gesamte Berufsbild Karosserie- und Fahrzeugbaumechaniker. Demnach sind laut Dierk Conrad sieben Sitzungen bis September geplant, damit die verordnungstechnische Seite geklärt werden könne. Dann werde der Rahmenplan noch einmal durch das Justizministerium auf Rechtsförmlichkeit geprüft und im Anschluss auch noch einmal durch die Gewerkschaften. Zeitgleich erarbeite die Kultusministerkonferenz den Rahmenplan für die schulische Ausbildung. Im Januar oder Februar sei auch dies abgeschlossen. ## Genaue Inhalte und Ausbildungskampagne erst Anfang 2023 Die genauen Ausbildungsinhalte werden erst nach dem formalen Abschluss öffentlich gemacht. Und bis sich die Fachbetriebe auf die neue Ausbildung vorbereiten und dafür werben können, wird mindestens noch ein dreiviertel Jahr vergehen. Der ZKF plant nach eigenen Angaben, auch zu dieser Fachrichtung eine Ausbildungskampagne zu starten. „Damit können wir aber erst beginnen, wenn alle formalen Rahmenbedingungen umfassend geklärt sind“, betont Robert Ziegler abschließend.
Lesens Wert

Mehr zum Thema