2021-05-26T11:52:18+0000

KTI-Toolbox ab sofort für Werkstätten und Sachverständige abrufbar

„Mit der Toolbox geben wir allen Marktteilnehmern – vom Sachverständigen, über die Versicherungen bis hin zum Reparaturfachbetrieb – ein hilfreiches Werkzeug an die Hand“, erklärte Rainer Kühl vom Kraftfahrzeugtechnischen Institut (KTI) Ende vergangenen Jahres im Gespräch mit schaden.news. Die Toolbox, das ist der 114 Seiten starke „Leitfaden zur Regulierung und Instandsetzung beschädigter Elektrofahrzeuge“. ## Ab sofort bei repairpedia.eu online In diesem hat das KTI die relevanten Informationen vom Unfallereignis über die Verbringung bis hin zur sicheren Instandsetzung übersichtlich und verständlich zusammengetragen. Nun machen die Verfasser das Dokument auch öffentlich zugänglich – nämlich über die Wissensplattform repair-pedia.eu (Details dazu lesen Sie in der Infobox links), die von der repair-pedia AG betrieben wird, eine auf Initiative vom ZKF e.V. gegründete Aktiengesellschaft mit namhaften Gesellschaftern aus der Branche. ## Einzelsuche auf Herstellerportalen nicht zumutbar für Betriebe ZKF-Präsident und repair-pedia AG Vorstand Peter Börner betont in diesem Zusammenhang: „Es ist der freien Werkstatt nicht zuzumuten, sich in allen Herstellerportalen nach den Grundvoraussetzungen der Reparatur an E-Fahrzeugen zu informieren. Aus diesem Grund begrüßen wir es im ZKF sehr, dass es ein solches Werk gibt, welches die grundsätzlichen und markenspezifischen Informationen umfassend aufzeigt.“ Seiner Einschätzung nach wird das Thema E-Mobilität „in den nächsten Jahren einen großen Stellenwert einnehmen: Werkstattbereiche werden hierfür gesondert vorgehalten werden müssen, spezielle Werkzeuge und besonders aus- und weitergebildete Mitarbeiter runden dann das Bild der Zukunft ab.“ ## Mehrwert für Sachverständige und Partnerwerkstätten Dass das Thema Instandsetzung von Elektrofahrzeugen auch in der Schadenbearbeitung immer wichtiger wird, bestätigte zudem Deutschlands größter Kfz-Versicherer. Die HUK-Coburg ist aktuell dabei, so Thomas Geck, Leiter Schadenprozessmanagement, ihre Partnerbetriebe auf die E-Mobilität noch weiter vorzubereiten, mit dem Ziel „ein flächendeckendes Netz aus kompetenten Werkstätten, die den Anforderungen aller Anbieter bzw. Marken gerecht werden“, aufzubauen. Generell profitiere das Versicherungsunternehmen „seit über 40 Jahren von den innovativen und richtungsweisenden Forschungsergebnissen des KTI“, betonte Thomas Geck gegenüber schaden.news. Dies gelte auch für die Toolbox: „Die Unterlage bietet nicht nur für den Sachverständigen selbst, sondern insbesondere für unsere Partnerwerkstätten einen absoluten Mehrwert. Informationen im Zusammenhang mit Reparaturen an E-Fahrzeugen sind übersichtlich und kompakt zusammengefasst.“ ## Weiterentwicklung der Schulungskonzepte Auch Marcel Ott, Leiter Produktmanagement Schadengutachten bei der DEKRA
Automobil GmbH, ist sich sicher: „Elektro- und Hybridfahrzeugen werden zunehmend auch bei Schadengutachten und Reparaturen eine Rolle spielen, so dass wir als Expertenorganisation uns – ebenso wie Werkstätten und K&L-Betriebe – darauf einstellen müssen.“ DEKRA habe vor diesem Hintergrund ein passgenaues Schulungskonzept für die verschiedenen Qualifikationsstufen für Sachverständige erarbeitet. Für die Weiterentwicklung dieser Schulungskonzepte könne die Toolbox wertvoll sein, betont Marcel Ott. ## Stetige Erweiterung Die Toolbox soll außerdem – so Projektmanagementleiter Rainer Kühl vom KTI – stetig erweitert werden. „Wir sind aktuell dabei, Informationen rund um die 20 zulassungsstärksten Elektromodelle in Deutschland zusammenzutragen. Diese Herstellervorgaben werden wir Stück für Stück ergänzen“, erklärt er gegen über schaden.news.
Carina Hedderich
Lesens Wert

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