2021-03-10T13:57:13+0000

„Wir konnten die Finish-Zeiten um 50 Prozent und den Materialverbrauch um bis zu 30 Prozent reduzieren“

Das altbekannte Sprichwort „Zeit ist Geld“ gilt in der K&L-Branche mehr denn je. Für Betriebe, die nicht nur heute sondern auch in Zukunft profitabel arbeiten wollen, gilt: die Prozesse müssen perfekt aufeinander abgestimmt sein, um die Arbeitszeit auch produktiv nutzen zu können. Der Lackhersteller AkzoNobel will seine Partnerbetriebe dahingehend unterstützen und hat mich dem Paint PerformAir Ende 2019 ein neues Applikationssystem auf den Markt gebracht. schaden.news wollte von zwei Karosserie- und Lackierfachbetrieben wissen, ob das System tatsächlich für eine Optimierung im Lackierprozess sorgt. ## Energieeinsparung stand im Fokus Seit gut sechs Monaten arbeitet der Autohof Söldner im bayerischen Wolfratshausen nun schon mit dem Paint PerformAir. „Im Vordergrund der Investition stand für mich vor allem die Energieeinsparung, die durch die verkürzte Lackier- und Trockenzeit erreicht wird. Denn die Energiekosten sind einer der größten Kostenfaktoren in einem Lackierbetrieb“, erklärt Inhaber Nikolaus Söldner im Gespräch mit schaden.news. Wie sich der Paint PerformAir auf den Energieverbrauch auswirkt, lasse sich zwar jetzt noch nicht beziffern, aber die Einsparungen innerhalb der Prozesskette seien deutlich spürbar, betont der Betriebsinhaber. „Die effektive Lackierzeit und damit die Kabinenzeit haben sich reduziert, da sich der Lack durch die Erwärmung und Befeuchtung durch den Einsatz des Paint PerformAirs besser legt. Durch die antistatische Wirkungsweise und die kürzere Kabinenzeit kommt es zudem zu weniger Staubeinschlüssen, was wiederum weniger Finisharbeit bedeutet.“ ## Weniger Spritzgänge, weniger Materialverbrauch, kürzere Finish-Zeiten Das bestätigt auch Michael Strohl, Inhaber von Karosseriebau Strohl im hessischen Bruchköbel, wo der Paint PerformAir seit Sommer vergangenen Jahres im Einsatz ist. „Wir konnten die Finish-Zeiten um bis zu 50 Prozent reduzieren“, erklärt der Betriebsinhaber und liefert auch gleich ein Beispiel: „Das Finish am Kotflügel hat früher circa 30 Minuten gedauert, jetzt brauchen wir dafür nur noch die Hälfte an Zeit.“ Doch nicht nur am Ende der Prozesskette machen sich Unterschiede bemerkbar, sondern in jedem Schritt. So erzählt Michael Strohl im Gespräch mit schaden.news: „Nicht zu unterschätzen ist auch die Einsparung an Lackmaterial um circa 30 Prozent. Denn vor allem wasserbasierte Lacke haben durch den Paint PerformAir eine bessere Deckkraft, damit kann ein Spritzgang eingespart werden – das wirkt sich natürlich auch auf den Materialverbrauch aus.“ ## Instandsetzung auf einen Tag verkürzt Im bayerischen Wolfratshausen schlage zudem die Zeitersparnis im Trocknungsbereich besonders zu buche. Diese habe dazu geführt, dass vor allem im Kleinschaden-Bereich Aufträge schneller abgearbeitet werden können, so Nikolaus Söldner. „Früher war die
Instandsetzung eines Stoßfängers beispielsweise sehr zeitintensiv, weil das neulackierte Teil trocknen musste. Seit wir mit dem Paint PerformAir arbeiten, haben sich die Trocknungszeiten so verkürzt, dass wir das Teil noch am selben Tag wieder montieren und das Fahrzeug so dem Kunden schneller wieder übergeben können.“ Der Betriebsinhaber ist überzeugt, dass sich die Investition gelohnt hat und auch seine vier Fahrzeuglackierer arbeiten gern mit dem System: „Sie haben natürlich Zeit gebraucht, um sich umzustellen. Vor allem freuen sie sich, dass sie – egal ob es draußen Minusgrade hat oder nicht – nichts am System umstellen müssen“, erklärt Nikolaus Söldner und fügt hinzu, dass dies auch mit Hinblick auf den Sommer ein echter Vorteil wäre. ## Gleichbleibende Qualität Die Unabhängigkeit von äußeren Faktoren war letztlich auch der Hauptgrund für Michael Strohl, in die Technologie zu investieren. „Für mich stand von Anfang an nicht allein die Zeitersparnis im Fokus, sondern vor allem der gesicherte Arbeitsprozess. Das Gerät ermöglicht durch immer gleiche Voraussetzungen bezogen auf Temperatur und Feuchtigkeit ein immer gleiches Ergebnis. Die Qualität der Lackierung hat sich seither noch einmal sichtbar erhöht.“
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