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2018-05-16T11:51:27+0000
# Digitale Farbtonmessung: Das sollten Sie beachten! **Tipp 1: Im geschlossenen Raum messen** Bei langer und intensiver Sonnenbestrahlung heizen sich Karosserien stark auf. Dadurch können sich manche Farbtöne aufgrund thermochromatischer Pigmente verändern – und auch dies kann die Farbtonmessung verfälschen. Dietmar Wegener, Color Management Spezialist bei Spies Hecker, empfiehlt: „Führen Sie vor allem in den Sommermonaten Farbtonmessungen nicht draußen, sondern in der Werkstatt durch. Die Objekttemperatur sollte dabei zwischen mindestens 15 und maximal 35 Grad Celsius liegen.“ **Tipp 2: Kalibrierungskacheln immer sauber halten** Zum Farbtonmessgerät ColorDialog Phoenix gehören zwei Kalibrierungskacheln in Weiß und Blaumetallic, die zur Standardkalibrierung des Geräts dienen. Diese Kacheln müssen stets sauber gehalten werden, aus diesem Grund sind sie auch in geschlossenen Boxen besonders geschützt. Falls sie dennoch einmal verschmutzt sind, dürfen sie nur mit warmem Wasser und einem weichen Mikrofasertuch gereinigt werden – auf keinen Fall mit Seife oder Lösemitteln. **Tipp 3: Direkt an der Schadstelle messen**
Lackprofis wissen: Selbst bei Werkslackierungen kann es an ein und demselben Fahrzeug zu leichten Farbabweichungen kommen. Ein Grund dafür sind unterschiedliche Applikationen bei der OEM-Serienlackierung. Dietmar Wegener empfiehlt: „Messen Sie darum den Farbton immer nah an der Schadstelle.“ **Tipp 4: Erst schleifen, dann messen** Selbst bei High-Tech-Geräten kann die Präzision einer Farbtonmessung durch Schmutz und leichte Oberflächenkratzer im Lack beeinträchtigt sein. Dadurch wird die Messung – vor allem bei dunklen Farben wie Schwarz oder Blau – anders reflektiert. Im Extremfall interpretiert das Gerät bei dunklen Uni-Farbtönen Oberflächenkratzer als einen nicht vorhandenen Metallic-Effekt. Dietmar Wegeners Empfehlung: „Schleifen Sie die Lackoberfläche am Messpunkt mit einer 3.000er-Körnung leicht an, bevor Sie sie reinigen. Das dauert nur ein paar Minuten, stellt aber sicher, dass Sie ein einwandfreies Messergebnis erhalten.“ **Tipp 5: Herstellerdaten vollständig eingeben** ColorDialog Phoenix misst einen Farbton und kann die Messergebnisse über WiFi an ein PC-System oder ein anderes Gerät mit der Formelsoftware Phoenix senden. „Ich empfehle, in der Software Angaben zu Hersteller, Farbtoncode und Lackqualität vorzugeben“, erklärt Dietmar Wegener. „Das ist nur eine Kleinigkeit, aber es erhöht die Genauigkeit und Schnelligkeit bei der Ermittlung der richtigen Mischformel.“
**Tipp 6: Eigene Farbtondatenbank aufbauen** Nach jeder Farbtonmessung an einem Kundenfahrzeug sollte der Lackierer die vom System korrigierte Formel als Kundenformel zusammen mit weiteren kundenspezifischen Daten in der Phoenix Software abspeichern. Dietmar Wegener: „So bauen Sie für sich und Ihre Kollegen nach und nach eine eigene Farbtondatenbank mit kundeneigenen Formeln für Ihren Betrieb auf. Das erleichtert bei einer späteren Lackreparatur mit demselben Farbton die Arbeit enorm.“
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