2017-11-15T12:57:22+0000
# EUROGARANT stärkt ihr Schadengeschäft Bereits seit zehn Jahren tourt die EUROGARANT AutoService AG quer durch Deutschland und diskutiert mit seine Mitgliedsbetrieben über aktuelle Marktentwicklungen, stellt Neuerungen vor und sucht den persönlichen Austausch mit Karosserie- und Lackierfachwerkstätten. Im Video-Interview mit colornews.de ziehen die Vorstände Peter Börner und Thorsten Fiedler eine positive Bilanz. ## repair-pedia nimmt Fahrt auf Mitte November trafen sich Betriebe aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen in Wiedemar bei Leipzig. Hier hob Peter Börner die Bedeutung der Online-Datenbank[repair-pedia](http://www.repair-pedia.eu) hervor. Neben 183.000 hinterlegten Reparaturinformationen seien bereits auch 800 Videos zum Frontscheibentausch abrufbar. „In kürze kommen noch einmal zwei Millionen Dokumente hinzu“, kündigte er an. ## Neue Kunden im Schadengeschäft Thorsten Fiedler gab den Teilnehmern der Deutschland Tour einen detaillierten Überblick über die aktuelle Entwicklung im Schadengeschäft der EUROGARANT. „Wir konnten in diesem Jahr neue Kunden bei kleinen, mittleren und großen Flotten gewinnen“, betonte der Vorstandsvorsitzende.
Insgesamt betreut die EUROGARANT AutoService AG mehr als 150.000 Flottenfahrzeuge, in den Mitgliedsbetrieben werden darüber hinaus gesteuerte Schäden von verschiedenen Kfz-Versicherern instand gesetzt. ## Wie gehen Betriebe mit dem Scheinwerfereinstellplatz um? [Damit EUROGARANT Fachbetriebe auch künftig moderne Fahrzeuge fachgerecht reparieren können, werden die Standards im Werkstattnetz angepasst.](http://colornews.de/markt/nachrichten/zkf-aendert-vorgaben-zum-scheinwerfereinstellplatz/) Jeder Mitgliedsbetrieb benötigt deshalb bis Ende 2018 einen modernen Scheinwerfereinstellplatz nach den dann gültigen neuen Richtlinien, hieß es in Wiedemar. Probleme sieht Peter Börner zurzeit bei der Zertifizierung des Scheinwerfereinstellplatzes. „Die Kalibrierungsanbieter sind offenbar noch nicht soweit, um neue Scheinwerfereinstellplätze einzustellen und abzunehmen“, erklärte der ZKF-Präsident. Daher schlägt der Verband vor, bei der Beauftragung an einen Kalibrierungsanbieter folgende konkretisierende Auftragsbeschreibung abzugeben: „Stückprüfung zuzüglich Kalibrierung gemäß Nr. 2 bzw. Nr. 4 der VkBI-Verlautbarung 2016 Seite 501ff.“ Der jeweilige Anbieter sollte bestätigen, dass er in der Lage ist, die Stückprüfung nach der Verkehrsblatt-Veröffentlichung durchzuführen. Um den Scheinwerfereinstellplatz rechtssicher zu betreiben, sollte der Betrieb zudem Messmittel dokumentieren, Kalibrierungsaufträge erteilen und die Bestellbestätigung der Anlage samt Einstellgerätes vorhalten. ## Herausforderungen werden immer komplexer
Nicht nur die Vorgaben zum Scheinwerfereinstellplatz zeigen, dass die Schadenwelt für Betriebe immer komplexer wird. Daher standen auch die Vorstellung der Lehrgänge im Mittelpunkt der Deutschland Tour 2017. Eine wichtige technische Lösung stellt für den EUROGARANT-Vorstand nach wie vor das Mehrmarken-Diagnosegerät EuroDFT dar. „Bei zahlreichen neuen Fahrzeug-Modellen vieler Automobilhersteller werden zurzeit die OBD-Schnittstellen stillgelegt“, erklärte Peter Börner. Das erschwere das Fehlerauslesen mit herkömmlichen Testern. „Darüber hinaus erfolgen die Software-Updates der Automobilhersteller in immer kürzeren Abständen. Nur mit dem EuroDFT können Sie direkt auf die Datenbanken der Hersteller zugreifen und Fehler sicher auslesen.“ ## Überprüfung der Schadenkalkulation durch EUROGARANT Immer mehr Betriebe nutzen in diesem Jahr auch das neue Serviceangebot der [EUROGARANT Dienstleistung für Betriebe](http://colornews.de/videos/werkstattrechnungen-ohne-ungerechtfertigte-kuerzungen/) (kurz DfB). Thorsten Fiedler stellte während der Tour die Erfahrungen teilnehmender Betriebe vor und zog eine erste Bilanz: „Zwei Millionen Euro haben wir bei Versicherern bereits für die Werkstätten geltend gemacht.“ Der Vorteil der Dienstleistung: Die Friedberger prüfen den Kostenvoranschlag auf Vollständigkeit, holen die Freigabe beim Versicherer ein und überweisen abschließend die komplette Werkstattrechnung – auch wenn die Assekuranz nur einen Teilbetrag zahlt. „Unser Fälligkeitsfactoring schützt die Betriebe nicht nur vor Rechnungskürzungen“, unterstrich Thorsten Fiedler. „Unsere Experten sorgen auch dafür, dass alle abrechenbaren Positionen in der Kalkulation tatsächlich vollständig aufgeführt werden. Das bringt bares Geld!“ Auffällig sei laut EUROGARANT, dass nur bei rund 20 Prozent der Schadenkalkulationen alle möglichen und für die fachgerechte Reparatur notwendigen Arbeitspositionen aufgeführt werden.
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