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Digitalisierung
„KI ist wie ein Mitarbeiter. Es geht um Zusammenarbeit, nicht um ein Gegeneinander.“
Stephan Helbig
PlanSo

Sicherheit hat ihren Preis

Moderne Fahrerassistenzsysteme sollen Unfälle verhindern. Doch zur Realität gehört auch: Mit jeder zusätzlichen Kamera, jedem Radar- und Lidarsensor steigen Aufwand, Komplexität und Kosten in der Unfallschadenreparatur. Der klassische Blechschaden verschwindet zunehmend – stattdessen reparieren Betriebe heute rollende Computersysteme.

Eine aktuelle Studie des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft bringt die Entwicklung auf den Punkt: Moderne Sicherheitssysteme senken zwar langfristig die Zahl schwerer Unfälle. Gleichzeitig aber fressen Inflation, teure Ersatzteile und hochkomplexe Reparaturprozesse die Einsparungen bis 2040 nahezu vollständig wieder auf. Heißt konkret: Weniger Crashs bedeuten längst nicht automatisch sinkende Schadenkosten.

Warum das so ist, erklärt auch Helge Kiebach in unserer neuesten Podcast-Folge, zu hören auf Spotify und Apple Podcasts, eindrücklich. In dem rund 40-minütigen Expertentalk beschreibt der Geschäftsführer des Kraftfahrzeugtechnischen Instituts, wie sensibel moderne Fahrerassistenzsysteme inzwischen reagieren und wie anspruchsvoll die Rekalibrierung ist. Bereits minimale Abweichungen können darüber entscheiden, ob ein Notbremsassistent korrekt eingreift – oder eben nicht.

Fakt ist: Hinter Stoßfängern sitzen heute hochsensible Radarsensoren, Windschutzscheiben werden zu sicherheitsrelevanten Bauteilen und selbst vermeintliche Bagatellschäden ziehen aufwendige Kalibrierprozesse nach sich. Aus dem Teiletausch wird Hightech-Arbeit. Gleichzeitig wächst der Druck durch neue Fahrzeughersteller und immer kürzere Innovationszyklen. Für Werkstätten bedeutet das, massive Investitionen in Equipment, Schulung und Datenzugänge. 

Die Sicherheit hat ihren Preis. Die Frage ist, ob alle bereit sind, diesen zu zahlen…

Mit besten Grüßen aus der Redaktion

Carina Hedderich
 

Automatisierung

Glasurit startet Pilotphase für SATA-Lackierroboter im Aribos-Betrieb

Der Einsatz robotergestützter Applikationen wird nicht nur heiß diskutiert, sondern in der Branche auch immer mehr vorangetrieben. Nun startet im Boya Autozentrum in Hannover – einem Betrieb der Aribos Group – die erste Pilotphase für den SATA-Lackierroboter „jetstream“. Koordiniert und begleitet wird der Einsatz von Glasurit.
Mehr Details zur Kooperation und Pilotierung erhalten Sie im Beitrag.
 

Web-TV

„KI braucht Führung, damit sie Effizienz bringt“

Digitalisierung und Künstliche Intelligenz können im Werkstattalltag helfen, Prozesse zu verschlanken – wenn das Team einige Spielregeln beachtet. Das ist eine der zentralen Aussagen der aktuellen Schadentalk Web-TV-Sendung, die seit vergangener Woche abrufbar ist.
In der Zusammenfassung erfahren Sie, wie Experten der Branche über Schnittstellen-Frust, intelligente Telefonassistenten und die automatisierte Schadenkalkulation diskutieren – und warum der Faktor Mensch trotz Bits und Bytes entscheidend bleibt. 
 
 

Frauen im Handwerk

Unfallanalytikerin Katharina Michels: Auf Spurensuche in Datenprotokollen

Ein ungewöhnlicher Lenkwinkel, ein plötzlicher Geschwindigkeitssprung – manchmal geben kleinste Datenabweichungen den entscheidenden Hinweis, um einen Unfall rekonstruieren zu können. Unfallanalytikerin Katharina Michels unterstützt aus der DEKRA-Zentrale in Stuttgart Kollegen deutschlandweit bei der Fahrzeugdiagnose und der Auswertung von Steuergeräten.
In der Serie „Frauen im Handwerk“ spricht die 30-Jährige über die Spurensuche der etwas anderen Art und erklärt, worauf es in ihrem Job ankommt.
 

GDV-Trendanalyse

Assistenzsysteme: Einspareffekt bei Reparaturkosten verpufft durch Inflation

Zwar sollen Fahrerassistenzsysteme die Unfallzahlen senken – doch einen mindernden Einfluss auf die Höhe der Reparaturkosten haben sie nicht. Das zeigt eine Trendanalyse des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). Demnach fressen die Inflation, komplexere Technik und teure Ersatzteilpreise die Einsparungen, die moderne Sicherheitstechnik bringen soll, auf.
Erfahren Sie die Details in unserer Meldung. 
 

Eurolack

DAT modernisiert Kalkulationsgrundlagen für Reparaturlackierung: Was ändert sich?

Die DAT überarbeitet ihr Eurolack-System grundlegend. Materialberechnung, Arbeitszeiten und Zusatzpositionen wurden in einer mehrjährigen Untersuchung neu bewertet. Im Herbst soll das novellierte Eurolack-System an den Start gehen.
Im Interview mit schaden.news gibt Produktlinienleiter Markus König einen Ausblick, welche Änderungen Werkstätten konkret erwarten.
 
 

Jobportrait

„Der Kontakt mit den Werkstätten ist unser tägliches Brot und macht Spaß“

Felix Turau und Kim Lepper sind seit rund einem halben Jahr als Gebietsleiter beim Schleifmittelhersteller Mirka im Einsatz. Von Trier bis Karlsruhe und von Hannover bis Bielefeld betreuen sie Anwender in K&L-Betrieben und Händler.
Im schaden.news-Beitrag berichten der Techniker für Lack und Farbtechnik und die Fahrzeuglackierermeisterin, was sie an ihrem Job fasziniert.
 

Betriebe

Rangierzeiten: Mehr Effizienz auf engstem Raum

Nicht fakturierbare Arbeitszeiten und Prozessstörungen im Werkstattablauf haben einen besonders negativen Einfluss auf das Betriebsergebnis. Geschäftsführer Jörn Moldenhauer hat die Prozesse an seinen fünf Standorten der Ernst Jüntgen GmbH deshalb besonders im Blick und setzt auf innovative technische Lösungen, wie den Transporter Mover von Liftwerk.
Ein Blick hinter die Kulissen am Standort Düsseldorf zeigt, wie der Karosserie- und Lackierbetrieb die Rangierzeiten auf ein Minimum reduziert.
 
 

Zusatzgeschäft

Felgenaufbereitung: „Es muss nicht immer die Vollautomation sein“

Weniger Reparaturaufträge und sinkende Vorlaufzeiten setzen viele K&L-Betriebe unter Druck. Zusätzliche Geschäftsfelder wie die Felgenaufbereitung rücken deshalb wieder stärker in den Fokus. Doch lohnt sich der Einstieg auch ohne teure Vollautomation? Mit dem Wheel Doctor RST will Werkstattausrüster CARTEC vor allem kleine und mittlere Betriebe beim Einstieg in die Felgenbearbeitung unterstützen.
Wie die Felgenaufbereitung ohne große Investition zum Umsatzbaustein werden kann, lesen Sie im Beitrag.
 

Podcast

Deep Dive FAS: Rekalibrierung, Sensorik und Reparaturpraxis

Fahrerassistenzsysteme sind seit Jahren fester Bestandteil der Reparaturprozesse – aufgrund der technisch rasanten Entwicklung stellen sie Werkstätten jedoch vor immer neue Herausforderungen. Gemeinsam mit KTI-Geschäftsführer Helge Kiebach sprechen wir über Sensorfusion, Rekalibrierung, Herstellerdaten und die besonderen Anforderungen bei Instandsetzung und Reparaturlackierung im Sensorbereich. Die Folge ist ab sofort auf Spotify und auf Apple Podcasts online.
 
 
 
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