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„Used Parts“
„In Deutschland werden jährlich 673 Mio. Tonnen CO2 emittiert. Wenn jetzt durch die Verwendung von Gebrauchtteilen 400.000 Tonnen CO2 eingespart werden, dann sind das lediglich 0,06 Prozent Reduktion.“
Detlev-Peter Grün
ZDK

Diskussionen in der Nische

Keine Frage, die Karosserie- und Schadenstage in Würzburg waren am vergangenen Wochenende wieder einmal der Treffpunkt unserer Branche. Nicht nur Werkstattwelt, Schadendienstleister und Ausrüster kamen zusammen, im Vogel Convention Center traf man auch viele Kfz-Versicherer und Schadenmanager.

In diesem Jahr drehten sich die Diskussionen aber in einer Nische. Warum? Die Unfallschadenreparatur mit gebrauchten Ersatzteilen wird heute schon in einigen Betrieben durchgeführt. Aber eher selten. Denn die Teileverfügbarkeit ist vergleichsweise gering, eine stabile Teilequalität liegt noch in weiter Ferne und aufgrund der Haftung ist die Instandsetzung mit „Used Parts“ für die Werkstatt immer ein Risiko. Anders bei der Karosserieaußenhautreparatur, sie gehört zum festen Repertoire der K&L-Betriebe.

Die Diskussion um das Gebrauchtteil in der Unfallschadenreparatur wird jedoch weitergehen. Denn Allianz und Innovation Group treiben das Thema stark voran. Andere Kfz-Versicherer werden nachziehen – und auch Automobilhersteller drängen künftig mit Gebrauchtteilen in den Schadenmarkt. Deshalb war Würzburg so wichtig, da hier klar erkennbar wurde, wo die Branche im Moment steht und dass noch viel zu tun bleibt. Denn auch nach drei Jahrzehnten steht der Markt beim Thema Gebrauchtteilreparatur noch ganz am Anfang.

Wie geht es jetzt weiter? Wir haben vor einigen Wochen über die Studie von Icam Systems zu Arbeitszeitwerten und Schadenkosten berichtet. AZT-Chef Dr. Christian Sahr hat in Würzburg erklärt, dass die Allianz zumindest eine Kostengleichheit der Gebrauchtteilreparatur akzeptiert. Die Parameter wurden in der Analyse von Icam Systems klar benannt: Gebrauchtteilpreis um die 50 Prozent vom Originalteil, mittlerer Stundensatz (125 Euro), Ersatzteilmarge 20 Prozent. Man wird sehen, ob der Markt sich mit diesen Leitplanken anfreunden kann.

Wirklich durchschlagen wird das Thema aber nur, wenn sich Werkstätten und Kfz-Versicherer in der Mitte treffen und die Lieferstrukturen besser werden. Dafür ist vor allem Vertrauen notwendig, das in den vergangenen Jahren durch Rechnungskürzungen und Regressforderungen verloren gegangen ist. Darüber hinaus darf es trotz aller Nachhaltigkeitsstrategien der Kfz-Versicherer in den Betrieben nicht noch mehr Bürokratie geben – und vielleicht halten sich alle Beteiligten auch mit Superlativen zurück. Denn am Ende geht es bei der Gebrauchtteilreparatur nur um einen bereits bekannten Instandsetzungsweg, der den gesamten bundesdeutschen CO2 Ausstoß von 637 Mio. Tonnen gerade einmal um 0,06 Prozent reduziert – wenn man den Zahlen der Allianz glauben darf. Viel nachhaltiger, kostenschonender und auch wirtschaftlicher ist und bleibt das Prinzip „Instandsetzen vor Erneuern“.

Mit besten Grüßen aus der Redaktion

Christian Simmert
 

Würzburger Karosserie- und Schadenstage

„Es sind einfach noch zu viele Fragen offen“

Die Reparatur mit gebrauchten Ersatzteilen spielt in der Unfallinstandsetzung heute nur eine nachgeordnete Rolle. Bei den Würzburger Karosserie- und Schadenstagen wurde deutlich, wie viele Bereiche weiterhin ungeklärt sind, welche Hürden es gibt und wie die Instandsetzung mit „Used Parts“ kostentechnisch sowie schadenrechtlich einzuschätzen ist. Dennoch werden Allianz und andere Kfz-Versicherer das Thema weiter vorantreiben.
Wer hat welche Interessen, wo liegen die Knackpunkte, was wird aus „I statt E“ und wie soll es jetzt eigentlich weitergehen? In Würzburg diskutierte die Branche eine Momentaufnahme.
 

Kfz-Versicherer

Gebrauchtteilereparatur ist für HUK-Coburg kein Thema

Während der Bilanz-Medienkonferenz der HUK-Coburg am Dienstag dieser Woche in München äußerte sich Vorstand Dr. Jörg Rheinländer auch zur Reparatur mit gebrauchten Ersatzteilen.
Der Kfz-Versicherer setzt auf eine hohe Instandsetzungsquote und sieht derzeit keinen Markt für die Reparatur mit „Used Parts“.
 
 

HUK-Coburg

Talfahrt beendet? Kfz-Sparte soll 2025 wieder schwarze Zahlen schreiben

Nach den historischen Verlusten im Geschäftsjahr 2023 konnte die HUK-Coburg ihre Ergebnisse 2024 laut eigenen Aussagen „massiv verbessern“. Wie die Coburger in ihrer Bilanz-Medienkonferenz am Dienstag mitteilten, verzeichnete der Versicherer in der Hauptsparte Kraftfahrt ein Rekordneugeschäft und konnte die Combined Ratio auf 101 Prozent senken. Für das laufende Geschäftsjahr zeigte sich der Vorstand optimistisch und will zurückkehren in die schwarzen Zahlen.
Alle Details zu den Entwicklungen der Kfz-Versicherung im Jahr 2024 und die Prognosen für das laufende Jahr erfahren Sie in unserem Beitrag.
 

Bildergalerie

Austauschen, informieren, netzwerken: Wer war in Würzburg dabei?

Die Würzburger Karosserie- und Schadenstage sind eines der wichtigsten Events der Branche. Rund 1.300 Teilnehmende zog es in diesem Jahr nach Franken. Neben der fachlichen Weiterbildung stand dabei vor allem der brancheninterne Austausch im Vordergrund. Zudem nutzten die Besucherinnen und Besucher die Gelegenheit, um sich bei den gut 90 Ausstellern über aktuelle Trends, Optimierungspotenziale und neue Technologien zu informieren.
Wer in Würzburg vor Ort war, sehen Sie in unserer Bildergalerie.
 
 

Frauen im Handwerk

„Mit Instagram begeistere ich junge Menschen für meinen Beruf“

Die 34-jährige Samira Braun ist ein wahres Energiebündel und sie weiß, was sie will. So beschloss die gelernte Malerin und Lackiererin erst mit Ende 20, dass sie nochmal von vorn beginnen und eine Ausbildung zur Fahrzeuglackiererin absolvieren will. Die Leidenschaft für ihren heutigen Beruf teilt sie täglich mit mehr als zehntausend Followern auf Instagram.
Erfahren Sie mehr über die Fahrzeuglackiererin und Influencerin in der heutigen Ausgabe unserer Serie „Frauen im Handwerk“.
 

Umfrage

Wo stehen Sie bei der Digitalisierung Ihres Betriebes?

In unserer nächsten Web-TV-Sendung diskutieren wir über den Einsatz von KI und die Digitalisierung betrieblicher Prozesse. Dazu würden wir gerne Ihre Meinung wissen.
Bitte nehmen Sie sich zwei Minuten Zeit und beantworten Sie anonym unsere Fragen, die wir dann in der Sendung diskutieren.
 

Autoglas

Immer komplexer: Wer kann Tausch und Reparatur von Scheiben noch leisten?

Akustik- und Wärmeverglasung sowie der zunehmende Verbau von Sensor- und Kameratechnik – die Scheibe wird immer mehr zum Technologieträger. Zudem wird das verbaute Glas immer dünner. Damit einhergehend steigen die Anforderungen für Reparatur und Tausch. Doch was bedeutet das für Autoglaser und wie stellt sich der Autoglasspezialist Carglass auf diese Entwicklungen ein?
schaden.news sprach mit Matthias Wittenberg, Head of Key Account Management bei Carglass, über aktuelle und künftige Herausforderungen.
 
 

SATA

Welcher Atemschutz eignet sich für welche Anwendung?

Für Fahrzeuglackierer im K&L-Betrieb spielt der richtige Atemschutz eine zentrale Rolle. Nicht nur der Schutz vor schädlichen Dämpfen und Partikeln, sondern auch der Tragekomfort und die Eignung der Maske für bestimmte Anwendungen im Lackierprozess sind entscheidend. Doch welcher Atemschutz eignet sich für welche Anwendung?
Im schaden.news-Beitrag erklärt SATA Produktmanager Mazin Mashalla die Unterschiede.
 

Ausrüstung

Wenn der Exzenterschleifer online geht: „Effiziente Verwaltung aller Geräte“

Die hohe Anzahl von Schleif- und Poliergeräten in K&L-Betrieben lässt so manchen Inhaber die Übersicht verlieren: Wie kann die Werkstatt ein Gerät reparieren lassen? Ist der Gewährleistungszeitraum noch gültig? Mit der Plattform myMirka will der Hersteller Mirka Werkstätten dabei unterstützen, den Überblick zu behalten – und darüber hinaus auch zum Arbeitsschutz für die Mitarbeitenden beitragen.
Mirka-Anwendungstechniker und Gebietsleiter Michael Neeb erklärt im Beitrag, wie die Plattform funktioniert und welchen Nutzen sie den Anwendern bringt.
 
 

Hebebühnentechnik

Consul Kundendienst: „Erfahrung und Service aus erster Hand“

Im Werkservice-Team des sauerländischen Hebebühnenherstellers Consul setzt man auf langjährige und kompetente Mitarbeiter. Mit teils jahrzehntelanger Erfahrung, umfassendem Fachwissen und einem hohen Maß an Eigeninitiative sorgen sie täglich für zufriedene Kunden in ganz Deutschland.
Was treibt sie an? schaden.news hat vor Ort in Halver nachgefragt und spannende Einblicke in den Arbeitsalltag des Teams erhalten.
 

Loctite | Bonderite | Teroson

Henkel ergänzt E-Learning-Plattform mit neuem Modul

Henkel bietet auf seiner E-Learning-Plattform für Kfz-Betriebe, ein neues Modul, um Anwendern von Kleb- und Dichtstoffen fundiertes Wissen zu vermitteln. Die Online-Seminare informieren dabei in kompakten 15-Minuten-Einheiten zu Themen wie Ersatzverglasung und Karosseriereparatur sowie Nahtabdichtung oder Schraubensicherungen.
Mehr über die konkreten Lerninhalte der einzelnen Module und wie sich Interessierte kostenfrei anmelden können, erfahren Sie hier.
 

Karosserie- und Fahrzeugbauer-Handwerk 

Meisterprüfungsverordnung: Caravan- und Reisemobiltechnik integriert

Mit der jüngsten Änderung wird nun auch die Fachrichtung Caravan- und Reisemobiltechnik in der Meisterprüfungsverordnung im Karosserie- und Fahrzeugbauer-Handwerk berücksichtigt. Die Änderung trat Mitte März in Kraft und ist aus Sicht des zuständigen Berufsverbandes ZKF, der die Reform maßgeblich vorangetrieben hat, ein weiterer wichtiger Meilenstein, um den Beruf für die Zukunft aufzustellen.
Welche Aufgaben angehende Meister in diesem Fachbereich künftig bewältigen müssen, erfahren Sie in unserem Beitrag.
 
 
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