2026-11-04T09:50:04+0000
Safety first!
Was passiert eigentlich mit der Fahrzeugsicherheit, wenn ein Schaden reguliert, aber nicht repariert wird? Ein kleiner Parkrempler am Stoßfänger mag äußerlich kaum auffallen. Doch bereits ein minimaler Versatz eines dahinterliegenden Sensors kann dazu führen, dass ein Fahrerassistenzsystem ein Hindernis zu spät erkennt. Sie wissen das! Ihre Kunden auch? Vermutlich nicht und wenn dann fiktiv abgerechnet wird, werden Autofahrende auch nicht auf ein mögliches Risiko hingewiesen.
Doch genau das wäre wichtig. Denn die Expertenorganisation DEKRA und die Reparaturforscher vom Kraftfahrzeugtechnischen Institut verweisen bereits seit Jahren darauf, dass schon kleinste Beeinträchtigungen unterhalb der sogenannten Eigendiagnoseschwelle zu einer sicherheitsgefährdenden Funktionsstörung der Fahrerassistenzsysteme führen können. Mit fatalen Folgen: Fußgänger oder auch andere Fahrzeuge würden dann womöglich zu spät oder im schlimmsten Fall gar nicht erkannt werden. Auch eine aktuelle Metastudie bestätigt dies und betont den regelmäßigen Prüfbedarf der Assistenzsysteme unabhängig von Fehlereinträgen.
Und genau deswegen ist es richtig und wichtig, dass der Bundesverband der Partnerwerkstätten das Thema Fahrzeugsicherheit nach einem Unfall auf seine Agenda hebt und bei der BVdP-Netzwerkstatt am 24. November den Anstoß für einen fortlaufenden Austausch geben will. [Im aktuellen Beitrag in dieser Newsletter-Ausgabe fassen wir die Position des BVdP, die Erkenntnisse aus der neuesten Metastudie zum erweiterten Prüfbedarf moderner Assistenzsysteme sowie verschiedene Expertenpositionen zusammen.](https://schaden.news/de/article/link/45280/bvdp-fahrzeugsicherheit-von-unfallfahrzeugen)
Denn: Sicherheit geht vor – und vor allem, alle an!
Carina Hedderich